Entscheidung des Kreises

Bürgerinitiative empört: "Wir wurden nicht informiert"

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Wilfried Bracht von der Bürgerinitiative.

Neuenrade - Wilfried Bracht von der Bürgerinitiative „Rettet den Kohlberg“ reagierte empört auf die am Dienstag publik gemachte Erklärung der Windparkbetreiber.

Bei einem Pressegespräch am Rande der Informationsveranstaltung sagte Klaus Schulze Langenhorst, Geschäftsführer des Unternehmens SL Windenergie, dass der Kreis dem Antrag auf sofortige Vollziehung stattgegeben habe (wir berichteten). Noch in diesem Monat sollen demnach die Rodungsarbeiten auf dem Kohlberg beginnen. 

Verwunderung bei der Bürgerinitiative

Wilfried Bracht zeigte sich erbost: Der Kreis habe die Bürgerinitiative und ihren Rechtsanwalt nicht über diese Entscheidung informiert. Genauso wenig seien die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und das Landesbüro der Naturschutzverbände benachrichtigt worden. Bracht sagte, dass er sehr verwundert sei, dass nicht alle Parteien zeitgleich informiert worden seien. 

Die Vollziehungs-Meldung bestätigte am Mittwoch auch die Pressestelle des Kreises. Ulla Erkens erklärte auf Nachfrage, dass die Beteiligten „zeitnah“ über die Entscheidung zur sofortigen Vollziehung informiert würden. Neben der Klage vor Gericht liefen noch zwei weitere Widerspruchs-Verfahren beim Kreis gegen den Windpark-Bau. 

Entscheidung vom Verwaltungsgericht

Gegen die sofortige Vollziehung will die Bürgerinitiative mit einer einstweiligen Anordnung vorgehen. Diese werde vom Verwaltungsgericht Arnsberg entschieden, erklärte Bracht.

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