Im Zeichen des Buches: Lesekoffer für die Burgschulklassen

Bücherei- und Zeliusleiterin Sandra Horny präsentiert gemeinsam mit der Fördervereinsvorsitzenden Jana Rickert den Bücherkoffer. Die Grundschüler sind höchst angetan von dem Inhalt. -   Fotos: von der Beck

NEUENRADE -   Im Zeichen des Buches stand heute Neuenrade. Der Vormittag drehte sich um Lesekompetenz, Bücherei, Bildung und überhaupt um Kultur.

Lesekompetenz bewies Freitag Vormittag Bürgermeister Klaus Peter Sasse beim bundesweiten Vorlesetag. In der Klasse 2a las nämlich das Stadtoberhaupt den Kindern aus dem Buch „Der kleine Drache Kokosnuss“ vor. Das Buch hatten sich die Kinder gewünscht, hatten diesem Werk vor dem „Kleinen Ritter Trenk“ in einer Abstimmung den Vorzug gegeben. Dann las Sasse – nach einem kleinen Exkurs über demokratische Gepflogenheiten – aus dem Buch vor. Das kann der Mann gut und kindgerecht.

Sasse las und bezog die Kinder immer mit Zwischenfragen oder kleinen Erläuterungen mit ein. Und die Kinder waren im großen und ganzen lieb und hörten aufmerksam zu. Und dann, an der spannendsten Stelle, hörte der Bürgermeister auf zu lesen, und riet den Kindern selbst weiterzulesen. Als ein Mädchen fragte, wie man das denn machen sollte, nutzte Büchereileiterin Sandra Horny das als Überleitung, um zu verkünden, dass das Drachenbuch in einem Koffer zu finden sei. Sandra Horny hatte nämlich just an diesem Freitagvormittag die Klasse 2a besucht, um den Kindern ein schönes Geschenk in Form eins wohl gefüllten Koffers zu überreichen.

In dem Koffer sind Bücher, darunter eben auch jenes Buch über den Drachen Kokosnuss, über Ritter Trenk und noch mehr: In dem Koffer liegen zusätzlich noch etliche Unterlagen, mit denen die Kinder arbeiten und basteln können. So einen gefüllten Koffer bekommen nicht nur die Zweiten Klassen sondern auch die Dritten und Vierten Klassen. Insgesamt 300 Euro hatte auch der Förderverein der Burgschule für Bücher spendiert, Jana Rickert, Vorsitzende des Vereins, war daher Freitag auch bei der Übergabe vor Ort. Und natürlich Schulleiter Awerd Riemenschneider, der sich freute, dass durch dieses Projekt die wichtige Lesekompetenz der Schüler auch gefördert werde. Zudem handelt es sich bei den Büchern auch um Exemplare aus dem Antlin-Programm, sodass noch mehr Anreiz für die Kinder besteht, außerhalb der schulischen Pflichtleistung Bücher zu lesen. Sicher motiviert Maskottchen Froggy, der dem Bücherkoffer beiliegt, die Kindern noch mehr sich für das Lesen zu begeistern.

Der Bücherkoffer – ein Konzept in abgewandelter Form aus Plettenberg übernommen – wird dann im jeweiligen Jahrgang von Klasse zu Klasse weiter gereicht, darf bis zu vier Wochen in einer Klasse verweilen. Sind die Koffer in jedem Jahrgang sozusagen ausgelesen, können sie in die Bücherei gebracht und neu gefüllt werden, das Arbeitsmaterial kann bei Bedarf dann erneuert werden. Auch so werden Kinder mit der Bücherei vernetzt und emotional verbunden. Sicher wieder ein weiteres Mosaiksteinchen in Sachen kultureller Ausbildung.

Wie dem auch sei: Den Kindern der 2a gefiel die Vorlesestunde und vor allem der Inhalt des Lesekoffers ausgesprochen gut.

- Von Peter von der Beck

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