Neue Brennwertheizung für Burgschule

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Sie freuen sich allesamt über die neue, energiesparende Heizung: Die Vertreter der Stadtverwaltung, der Schule, von Innogy, Westnetz und natürlich Heizungsbaumeister Matthias Hennecke.

Neuenrade - Kurz vor den Weihnachtsferien passierte die Katastrophe: Die Heizung der Burgschule gab ihren Geist auf und war auch nicht mehr zu retten.

Einen Tag überbrückten Lehrer und Schüler mit Heizöfchen, an einem Tag mussten die Kinder sogar nach Hause geschickt werden. Die Heizung versagte in einem ganz ungünstigen Augenblick: Weihnachten vor der Tür, ein Großschaden in einem großen Schulkomplex mit einigen hundert Schülern, Betreuungskinder mit berufstätigen Eltern und die relativ knappe Ferienzeit, um eine Großanlage zu installieren. Das forderte die organisatorische Kunst der Verwaltung und die Flexibilität der Handwerker heraus. Auch finanziell ist so etwas für eine Stadt mit Haushaltssicherungskonzept nicht so einfach zu stemmen.

Kämmerer Gerhard Schumacher jedenfalls griff zum Telefon und rief bei Innogy (früher RWE Deutschland) an. Denn es gibt ja jenes Kommunale Energiekonzept, mit dem der Energieversorger seine kommunalen Partner unterstützt. Ziel der Förderung ist es eben, so heißt es bei Innogy, „die Energieeffizienz und den Klimaschutz in den Städten und Gemeinden voranzubringen“. Innogy-Kommunalbetreuer Klaus Mußhoff jedenfalls setzte nach dem Anruf des Kämmerers flott alle Hebel in Bewegung. „Da sind wir so kurz vor Weihnachten ganz schön ins Schwitzen gekommen.“ Am Ende war klar: Innogy fördert eine neue, energieeffiziente Heizung für die Burgschule – mit 90 Prozent. Und so brummt nun im Keller der großen Grundschule eine Brennwert-Anlage. Dafür, dass vier recht große Gebäudetrakte mit mehreren Stockwerken beheizt werden müssen, ist sie viel übersichtlicher als die Alt-Anlage, die einen Großteil des Kellers einnahm.

Höchst flexibel waren dabei die heimischen Handwerker trotz der traditionell terminkritischen Weihnachtszeit: Lob gab es für den Installationsbetrieb K. H. Haucke, dessen Inhaber, Matthias Hennecke, die Installation der Anlage plus den aufwändigen hydraulischen Abgleich vornahm (die Einstellung der diversen Heizkörper auf das neue System). Zehn Tage, mit zwei bis drei Fachkräften, war das Unternehmen im Einsatz, auch Elektro Filter und der Dachdeckerbetrieb Ribbert hätten sich höchst flexibel gezeigt, hieß es aus dem Bauamt. Burgschul-Leiter Awerd Riemenschneider jedenfalls freute sich, dass am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien die Schule schön warm war, zumal zum Jahreswechsel und zu Jahresbeginn eine Kältewelle herrschte. Zudem ging es nicht nur um die regulären Schüler.

 Wie bereits erwähnt, gibt es an der Schule etliche Betreuungskinder. Deren Eltern arbeiten und sind auch auf einen funktionierenden Schulbetrieb angewiesen. „Da hängt schon mehr dran“, erläuterte Birgit Neuhaus. Um es für diese Kinder schön warm zu haben, wurden vor Fertigstellung der Heizung etliche Radiatoren einsetzt. Das ist nun Vergangenheit: Die neue Heizung mit Brennwert-Technik leistet drei mal 100 Kilowatt, hat wegen der drei Heiz-Module eine höhere Betriebssicherheit und spart zudem 30 Prozent Energie ein. Unter dem Strich kostete diese Anlage rund 50 000 Euro inklusive Installations-Arbeiten.

Durch die Förderung und die kontinuierliche Ersparnis wird das Stadtsäckel geschont. Das freut nicht nur den Kämmerer, der das Unternehmen Innogy lobte, welches die Kommune großzügig unterstütze.  Mußhoff betonte: Wenn alle genug Energie sparen würden, könne man auf der anderen Seite noch mehrere Kraftwerke einsparen.

Peter von der Beck

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