„Brauchte nicht viel Überzeugungskraft“

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Die Sparkasse finanziert die Fahrt nach Buchenwald.

Neuenrade  „Es wird auf einmal real. Das ist geschehene Geschichte gewesen.“ Christian Berwanger und Selma Hentschel, beide Geschichtslehrer an der Hönnequell-Schule, haben ein Projekt auf die Beine gestellt, um Schülern die Grauen des Holocausts näher zu bringen.

Im Zuge dieses Projekts ist auch eine Fahrt zum Konzentrationslager Buchenwald in Thüringen geplant, die von der Sparkasse finanziell unterstützt wird. Am 26. Januar stellte Berwanger Bürgermeister Antonius Wiesemann die Projektidee vor. Es sollte in einem langfristig angelegten Projekt die Zeit des Nationalsozialismus aufgearbeitet werden um abschließend das Konzentrationslager Buchenwald zu besuchen. „Wir werden dort übernachten, um dann in Ruhe Buchenwald zu besuchen“, erklärte Hentschel. Diese Fahrt wird die Sparkasse mit 3 000 Euro unterstützen.

„Es brauchte nicht viel Überzeugungskraft. Ein solch intensives Projekt bleibt lange im Gedächtnis haften und besonders aufgrund des aktuellen Geschehens ist es wichtig, dass die Schüler verstehen, was vor 70 Jahren passiert ist. Ich finde das Projekt ganz prima und daher helfen wir gerne“, sagte Kai Hagen, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, der den Scheck überreichte.

„Die Unterstützung haben wir an die Bedingung geknüpft, dass die Projektgruppe einen Beitrag zum Volkstrauertag leistet“, betonte Wiesemann, der die Spende in die Wege geleitet hatte. „Der Nationalsozialismus ist ein sehr emotionales Thema, das man nicht einfach so im Raum stehen lassen kann. Jugendliche gehen damit auch ganz anders um als Erwachsene“, sagte Berwanger. Daher würden die Schüler bei dem Projekt intensiv begleitet.

Die Vorführung des Films „Schindlers Liste“ habe gezeigt, wie nahe den Schülern die Thematik gehe. „Wir lassen die Schüler zu keinem Zeitpunkt damit alleine und werden auch in Buchenwald immer Fragen beantworten. Die Schüler haben dazu Referate vorbereitet, die sie an den verschiedenen Stationen vortragen werden. Reflektieren können sie dann auf der Heimfahrt“, erläuterte Hentschel. „Es ist wichtig, dass die Schüler verstehen, wie wichtig unser Frieden ist. Dabei ist er aber absolut nicht selbstverständlich“, sagte Wieseman.

Mit dem aktuellen Geschehen rund um Flüchtlinge und erstarkenden Rassismus im Hinterkopf sollen die Schüler verstehen, wie es zum Holocaust kommen konnte. „Die NSDAP hat als Splitterpartei mit ein paar Prozenten angefangen und war am Ende mit 40 Prozent gewählt.“, sagte Berwanger. Das solle man nicht aus den Augen verlieren.

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