Botschaft für die Landesregierung

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Sarah Schniewindt im Gespräch mit Minister Voigtsberger (rechts). ▪

NEUENRADE ▪ Landeswirtschaftsminister Harry Kurt Voigtsberger lernte gestern ein offenbar gut aufgestelltes mittelständisches Sauerländer Unternehmen kennen: Schniewindt.

Es war zwar nicht das erste Vorzeigeunternehmen, das er auf seiner Sommertour durch Westfalen besuchte, doch er schien sehr angetan und er nahm sicher auch mit nach Düsseldorf, mit welchen Schwierigkeiten man zuweilen als Unternehmer oder Unternehmerin zu kämpfen hat. Und dass es hier durchaus Arbeit für die Politik gibt. Doch er werde, so der Minister, in Düsseldorf auch auf das gewaltige Potenzial Südwestfalens verweisen.

Renommierte Vorzeigprojekte konnte Volkswirtin Dr. Sarah Schniewindt Voigtsberger und seiner Entourage präsentieren: Weltweit sind die Neuenrader Investitionsgüterhersteller aktiv, sind Zulieferer für Siemens oder ABB, man geht auf die Neuenrader als Problemlöser zu. Schniewindt ist im Geschäft mit der so genannten Hochspannungsgleichstromübertragung, liefert hier Filterwiderstände und Spannungsteiler. Das ist wichtig für Stromübertragung über weite Strecken. Gerade heutzutage im Rahmen der Energiewende sehr aktuell. Auch bei der Windkraft verdient Schniewindt indirekt mit, überhaupt sind die Neuenrader bei Kraftwerken jeglicher Art dabei (Turbinen).

Auch in der neuen Hamburger U-Bahn ist Schniewindt drin: Für die Klimaanlage gibt es Durchlauferhitzer aus dem Sauerland. Schniewindt liefert zudem Schiffswiderstände an die Bundesmarine und weitere, verschiedene Projekte laufen. Man strebt Kooperationen mit der Uni Dortmund an oder mit dem Fraunhoferinstitut.

Kritisch beleuchtet wurde gestern Abend die Energiewende von allen Beteiligten. Hier verwies man auf den notwendigen Netzausbau, denn es bestehe durchaus die Gefahr eines Blackouts (massiver Stromausfall). Hier müsse die Politik dem Bürger vermitteln, dass es Strom nur mit einem vernünftigen Netz gebe. Der Netzausbau sei notwendig, um eben den Strom zum Industrie-Verbraucher zu bringen. Schwierigkeiten kommen hier auf Süddeutschland zu. Das dortige Netz sei stark auf die Atomkraft ausgerichtet. Jetzt müsse es dort Änderungen und Erweiterungen geben.

Ärger hat man bei Schniewindt auch mit den Exportbeschränkungen. Hier geht es um Lieferungen in den Iran. Vielfältig einsetzbare Güter würden unter das Embargo fallen. Während drumherum alle Länder fleißig lieferten, müssten deutsche Produkte leider außen vor bleiben. Das sei ein gravierender Wettbewerbsnachteil.

Sarah Schniewindt und der Minister unterhielten sich dann noch im kleineren Kreise – ohne Öffentlichkeit. ▪ vdB

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