Rotes Kreuz

DRK hofft auf mehr neue Blutspender

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Maria Berghoff hat am Mittwoch im Philipp-Neri-Haus zum 53. Mal Blut gespendet.

Neuenrade - Beim letzten Blutspendetermin in diesem Jahr im Philipp-Neri-Haus in Neuenrade zeigte sich, dass dem DRK vor allem Erstspender fehlen. Einen weiteren Termin gibt es in Altenaffeln.

Entspannt wirkt Maria Berghoff auf der Liege beim letzten Blutspendetermin in Neuenrade für dieses Jahr. „Ich hoffe, dass überhaupt etwas rauskommt“, sagt sie, nach längerer Spenden-Abstinenz. Dann folgt der kurze Piks in den Arm.

Schon fließt das Blut durch einen dünnen Schlauch in den Beutel – problemlos, so wie übrigens bei den meisten Spendern. „Man hört immer wieder, dass das Blut gebraucht wird, und man kann ja schnell selbst zum Empfänger werden“, erläutert Maria Berghoff ihre Motivation. Ein Neuling ist sie nicht: Schon zum 53. Mal lässt sie sich etwa einen halben Liter Blut abzapfen.

Das wird gerade jetzt besonders gebraucht, wie die Blutspende-Beauftragte des DRK in Neuenrade, Renate Kösters, erklärt: „In den Wintermonaten wird verstärkt operiert, sodass neben den anzulegenden Vorräten für den Bund auch viel Blut in den Kliniken gebraucht wird.“

Für die Spender gibt es Verpflegung und Geschenke

Während sich die Mitarbeiter des DRK-Blutspendedienstes um die Spende selbst und alle medizinischen Belange kümmern, sorgt das ehrenamtliche Helfer-Team für die Betreuung der Spendewilligen: Diese bekommen je einen Imbiss und ein Geschenk – zum Jahresende gibt es traditionell Terminplaner.

Und wer häufig sein Blut zur Verfügung stellt, wird vom DRK geehrt: Vier Spender bekamen am Mittwoch Ehrennadel und Urkunde für die zehnte Spende, genauso viele leisteten ihre 25. Blutspende und freuen sich zusätzlich über einen Blumen-Gutschein. Insgesamt zählten die Helfer an dem Tag 258 Spender, davon neun Erstspender.

Trotzdem bereitet den Verantwortlichen die sinkende Zahl derer Sorge, die zum ersten Mal ihr Blut spenden: Waren es 2016 noch 45, kamen die Neuenrader in diesem Jahr nur noch auf 32 Erstspender.

Auch junge Menschen können fremdes Blut brauchen

„Gerade die jungen Menschen sollten daran denken, dass auch sie vielleicht einmal eine lebensrettende Blutspende erhalten müssen“, betont Renate Kösters. Schon ein Unfall könne dafür sorgen, dass ein Mensch auf fremdes Blut angewiesen ist.

Wer volljährig ist und sich für die erste Blutspende entscheidet, kann das bis zum vollendeten 65. Lebensjahr tun. In diesem Jahr ist das auch noch einmal in Altenaffeln möglich: Am Montag zwischen 16 und 20 Uhr steht das DRK-Team im Bürgerhaus bereit – natürlich auch für die erfahreneren Spender.

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