„Eine wunderbare Sammlung“

Ein Blick in das Gästebuch des Stadtmuseums Neuenrade

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Das dicke Gästebuch des Stadtmuseum.

Neuenrade - Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein „dicker Schmöker“, der durchaus als Buchbeschwerer genutzt werden kann. Blick Nummer zwei bringt für den Betrachter wesentlich mehr Klarheit. „Gästebuch“ steht auf dem Buchdeckel. Eintragen kann sich hier jeder, der das Stadtmuseum an der Ersten Straße besucht hat.

Auf inzwischen fünfzig Doppelseiten haben sich die Besucher verewigt. Viele haben in Versform und mit netten Worten ihren Eindruck hinterlassen. Das Stadtmuseum ist aus dem Gründungsstadium im Laufe der Jahre ein ganzes Stück voran gekommen. Gesammelt wird alles, was mit der Stadtgeschichte, mit der Industrie und mit der Infrastruktur zu tun hat. 

Viel Arbeit investiert

Der Verein für Geschichte und Heimatpflege ist Träger des Stadtmuseums. Die Mitglieder investieren viel Arbeit in das Museum. Einige Neuenrader haben aus ihrem Fundus etwas gespendet oder Sammlerstücke als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Urkunden und einstige Landkarten oder Gewehre werden in mehreren Räumen präsentiert, ebenso wie Musikinstrumente oder die bekannten Vaterland-Fahrräder. 

Das Interesse der Menschen ist groß. So ist das Stadtmuseum inzwischen über Neuenrades Grenzen hinaus bekannt. Jeden dritten Sonntag im Monat steht das Trio Dr. Rolf-Dieter Kohl, Heinz-Werner Turk und Klaus-Peter Sasse nachmittags für zwei Stunden als Führungsteam zur Verfügung und die verstärkte Nachfrage hat sogar Sonderführungen zur Folge. 

Auf mehreren Seiten haben sich die Besucher verewigt.

Festgehalten wurde, dass seit Anfang Oktober letzten Jahres 793 Gäste das Neuenrader Stadtmuseum besucht haben. Eine Zahl, die von den Machern positiv eingestuft wird. Dr. Rolf-Dieter Kohl bekam im vergangenen Jahr das Gästebuch geschenkt. 

Seitdem wird es vielfältig genutzt. Auf den ersten Seiten sind die Anfänge und Überlegungen zur Gründung eines Stadtmuseum festgehalten. Zahlreiche Medienbeiträge sind im Gästebuch enthalten und berichten von neuen Projekten und gespendeten Gegenständen. Erstmals wurde im April 2012 aus Anlass der Feierlichkeiten „100 Jahre Hönnetalbahn“ der Beschluss gefasst, ein Museum zu gründen. 

Die Besucher haben in dem Gästebuch ihre Meinung zum Museum wiedergegeben. So auch Carl und Doris Holthaus: „Hier schrieb sich schon so mancher ein und wir werden nicht die Letzen sein“. Ein weiterer Besucher bescheinigt dem Stadtmuseum „Informativ, freundlich und nett“ zu sein. Auch die Montagswanderer „Gut Fuß“ aus dem benachbarten Versetal zollen Anerkennung. 

Der Küntroper Montagskreis bedankt sich mit für die „guten und lockeren Infos“, die Könige der Neuenrader Schützenvereine besuchten am Tag der „Heiligen Drei Könige“ das Stadtmuseum und die Eisenbahnfreunde Hönnetal bescheinigten Heinz-Werner Turk mit dem dicken Lob, dass er als „wandelndes Lexikon“ bei der Führung durch das Stadtmuseum agiert hat. 

"Eine wunderbare Sammlung"

Auch der Heimatverein Werdohl war im Februar diesen Jahres mit einer 15-köpfigen Gruppe gekommen, ebenso der Eisenbahnstammtisch Werdohl, der Traditionsbus Mark Sauerland und die Delegation der Partnerstadt Klingenthal. Der Kulturring Altena bescheinigt den Neuenrader Museumsakteuren, „eine wunderbare Sammlung“ zusammen getragen zu haben. 

Bei aller Sachlichkeit kommt der Humor nicht zu kurz. Wenn Damengruppen kommen, wird ein altes Grammophon in Gang gesetzt und Rene Carol’s alter Ohrwurm „Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein.....“ ertönt. 

Auch die Neuenrader Hausfrauenriege war begeistert. Und zur noch besseren Verständigung gibt es dann bei Bedarf das „Neuenrader Museums-Tröpfen special“. Das habe dann bei dem einen oder anderen zum vollen Verständnis beigetragen, schmunzelte Heinz-Werner Turk in seiner Eigenschaft als „wandelndes Lexikon...“.

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