Bitte des Ministers: Schützenhalle vorübergehend mit Flüchtlingen belegen

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Die Küntroper Schützen bei der Abrechnungsversammlung

Küntrop -Die Schützenbruderschaft Küntrop wird die Schützenhalle möglicherweise für einige Zeit für Flüchtlinge zur Verfügung stellen.

Zumindest hat Landesminister Guntram Schneider, zuständig für Arbeit, Integration und Soziales, ein Schreiben an Wolfram Schmitz, Bundesgeschäftsführer des Sauerländer Schützenbundes geschickt, der wiederum das Schreiben an die Mitglieder weiterleitete.

Darin werden die Schützen darum gebeten, Schützenhallen vorübergehend als Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. Pro Halle rechnet man mit 70 bis 80 Personen. Ausstattung und Versorgung würde über die Bezirksregierung organisiert. Das Schreiben präsentierte der Vorsitzender der Küntroper Schützenbruderschaft St. Sebastian, Ralf Tönnesmann, während der Abrechnungsversammlung. Der 1. Vorsitzende versicherte – ohne eine Diskussion anzuzetteln –, dass keine Entscheidungen getroffen werde, ohne die Einwilligung der Schützenbrüder einzuholen. „Dieses Problem kommt ja nicht unerwartet und es ist erst der Anfang. So langsam müssen wir uns Sorgen machen und überlegen, wie das Problem gestemmt werden kann.“

Die Schützenbrüder sollen sich darauf einstellen, dass in diesem Jahr noch eine außerordentliche Jahreshauptversammlung einberufen werde, um dieses Thema ausführlich zu besprechen. Es solle aber erst ein Austausch mit anderen Vereinen stattfinden. Tönnesmann ließ zudem im Gespräch mit der Redaktion durchblicken, dass man aus menschlichen Erwägungen schon zustimmen müsse, doch das sei eben nicht einfach zu bewerkstelligen. Die Halle werde ja auch genutzt. Unabhängig davon blicken die Küntroper Schützen auf ein gelungenes Fest 2015 zurück. Tönnesmann zeigte sich sehr zufrieden: „Wenn auch der Samstagabend nicht ganz so gut besucht war, so hat das junge Königspaar doch sehr gute Stimmung verbreitet.“

Beim Festzug und in der Halle konnte das Königspaar die Gäste zum Jubeln und Feiern animieren und habe sich positiv präsentiert. Auch den aktuellen Mitgliederstand hatte Tönnesmann parat: 480 Schützen gibt es derzeit, darunter sind immerhin 16 Neueintritte Durstig waren die Schützen auch: Zumindest wurden 43 Hektoliter am Schützenfestwochenende vertrunken. 326 Karten wurden insgesamt verkauft. Die Kosten und Umsätze verhielten sich ähnlich zu jenen im vergangenen Jahr und waren für den Vorstand zufriedenstellend. Einen besonderen Dank sprach Tönnesmann für einige Mitglieder aus, die sich sehr engagiert für den Verein eingesetzt hatten. Zuerst dankte er Ulrich Maas – dem Vogelbauer – dafür, dass er durch sein handwerkliches Geschick dazu beitrug, dass die Vogelstange, die am Schützensonntag „zickte“, doch noch einwandfrei funktionierte.

 Ebenso lobte er Frederik Stork, Sven Schlotmann, Kai Tönnesmann und Alexander Knoblauch, die durch ihren Einsatz die Fassade der Schützenhalle wieder aufgefrischt hatten. Auch wenn die letzten Arbeiten noch nicht komplett abgeschlossen sind, so haben diese Mitglieder viel Zeit investiert, um die Halle zu grundieren, zu streichen und abschließend noch zu lackieren. Sven Schlotmann wurde – trotz Abwesenheit – vom Vorstand für das Amt zum Beirat vorgeschlagen und von der Versammlung einstimmig gewählt. Rege Diskussionen brachte auch noch das Thema „neue Vogelstange“ mit sich. Ob eine mobile Vogelstange, eine Aufrüstung der bisherigen oder eine Kooperation mit den Nachbardörfern angestrebt werde, stehe noch nicht fest. „Fakt ist, so wie die Stange bisher ist, darf sie nicht mehr betrieben werden“, ließ Tönnesmann verlauten.

 Weitere Entscheidungen und Abstimmungen werden ausführlich auf der Jahreshauptversammlung getroffen. Dann solle auch über die dem Vorstand vorliegenden Anträge abgestimmt werden: zum einen der Antrag auf Erhöhung des Bierpreises von derzeit 1,30 auf 1,40 Euro und zudem gebe es den Antrag, dass die Königin zukünftig nicht mehr wohnhaft in Küntrop sein müsse, solange sie aktiv ins Dorfleben integriert sei. Da dies allerdings eine Änderung der Satzung mit sich führe, müsse das mit den Mitglieder abgestimmt werden.-akm/vdB

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