Biotop statt Monokultur

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Noch wird oberhalb des Hexentanzplatzes gebaggert, doch bald soll das Biotop fertig sein. Dafür haben sich Gerhard Schumacher, Dietrich Maurer und Rudolf Platthaus eingesetzt. ▪

NEUENRADE ▪ Vorbei an Monokulturen. Fichten. Braun, etwas grün in der Krone. Mitten im Wald eine Freifläche. „Kyrill hat hier getobt“, sagt Dietrich Maurer, der oberhalb des Hexentanzplatzes steht.

Einige Lärchen- und Birkensämlinge stehen zwischen hohem Gras. Ein trostloser Anblick finden viele Spaziergänger. Doch Dietrich Maurer hat Visionen, sieht schon einen bunten, einen prächtigen Wald. Der Grüne-Ratsherr und Vorsitzender des Arbeitskreises „Neukonzeption Erlebnispfad“ begreift Kyrill als eine Chance, eine Chance für die Natur.

Maurer zeigt auf einen Bagger der im Schlamm wühlt. „Noch sieht's übel aus – bald wird's hier aber schön grün sein und die Tiere haben ein neues Domizil“, schwärmt der Naturschützer. An die Stelle eines ehemaligen verlandeten Fischteiches wird derzeit ein neuer Teich, ein Biotop, gebaut.

„Wir geben Hilfestellung – den Rest übernimmt die Natur“, fasst Maurer zusammen. Für frisches Wasser sorgt der Bach Wellmecke, der neben dem Teich fließt. „Nicht durch den Teich, sondern daran entlang“, erklärt Maurer. Denn: Der Bach brächte Schlamm in den Teich – die Folge: Verlandung.

Neben Dietrich Maurer ist Gerhard Schumacher von der Stadt sowie der ehemalige Vorsitzende des Arbeitskreises, Rudolf Platthaus, vor Ort. Das Grundstück auf dem das Biotop liegt, ist in Privatbesitz, die Stadt hat das Land gepachtet. Die Finanzierung des Projektes läuft über Mittel des Märkischen Kreises.

„Die Untere Landschaftsbehörde übernimmt die Kosten aus einem Topf aus Überschüssen von Ausgleichszahlungen“, erklärt Schumacher. Der sich darüber in doppelter Hinsicht freut: Einerseits ist er für die Verwaltung des Forstes zuständig – andererseits für die Finanzen der Stadt. Auch sonstige Kosten sind gedeckt: Eine Erklärungstafel wird die Deutsche Bank bezahlen. ▪ Matthias Clever

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