Vereinigte Sparkasse

200 Millionen Euro an Krediten bei der Sparkasse in Neuenrade

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Kai Hagen (links) und Udo Brockhagen stellten die Bilanz der Sparkasse für das vergangene Jahr vor.

Neuenrade - Die Vereinigte Sparkasse blickt auf ein „sehr zufriedenstellendes“ Jahr zurück. In Neuenrade profitiert sie vor allem bei Krediten. Grund sind einige Neuenrader Besonderheiten.

Je nach Geschäftsbereich macht Neuenrade zwischen 10 und 20 Prozent des Geschäftsvolumens der Vereinigten Sparkasse aus. Für Baukunden, Firmen, Versicherungen und so weiter sei das jeweils unterschiedlich, erkläre Vorstandsvorsitzender Kai Hagen bei der Bilanzpressekonferenz am Montag.

Zum Geschäftsgebiet der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis gehören neben Neuenrade auch Altena, Balve, Nachrodt-Wiblingwerde, Plettenberg und Werdohl – ein Gebiet mit rund 90.000 Einwohnern.

Etwa 200 Millionen Euro an Krediten entfallen auf Privat- und Geschäftskunden in Neuenrade – rund 15 Prozent des Kreditvolumens der Vereinigten Sparkasse. Dafür macht Kai Hagen vor allem Investitionen im Baubereich verantwortlich. Einen Grund dafür sieht er in der großzügigen Ausweisung von Gewerbeflächen.

Attraktive Flächen für das Gewerbe

„Da sind der Ansiedlung von Unternehmen kaum Grenzen gesetzt.“ Als Beispiel nennt Hagen das Gewerbegebiet in Küntrop, das sehr attraktive Flächen biete. Die Breite im gewerblichen Bereich sei in Neuenrade größer als anderswo, ergänzt Marktbereichsleiter Udo Brockhagen.

„Generell tut sich in Neuenrade im Baubereich relativ viel“, betont Hagen. Das wirke sich auch auf private Baukredite aus. Ursächlich dafür sei eine besonders vermögende Klientel in der Stadt: „Im Schnitt sind die Menschen besser situiert als in anderen Orten.“ Zudem liege Neuenrade topografisch günstig.

Zur Entwicklung insgesamt sowie in Werdohl

Beide Faktoren, die Attraktivität fürs Gewerbe und die eher vermögenden Privatkunden, habe die Sparkasse im Jahr 2017 gut ausnutzen können, erklärt Kai Hagen. Rund 40 Prozent der Kredite sind Baukredite.

120 Millionen Euro auf den Konten

Rund 11 Prozent des Geschäftsvolumens macht Neuenrade bei den Einlagen aus. Das heißt: 120 Millionen Euro haben die Neuenrader Sparkassen-Kunden auf ihren Konten. Vor allem wegen der historisch niedrigen Zinsen setzten aber immer mehr Menschen auf das Wertpapiergeschäft, sagt Udo Brockhagen, der seit 39 Jahren bei der Sparkasse arbeitet.

Er empfiehlt deshalb eine Streuung des Vermögens auf mehrere Anlageformen als „Ausweg aus der Realzinsfalle“: Bei einem Konto mit einem Zinssatz von 0,4 Prozent beispielsweise liege der reale Zins aufgrund der Inflationsrate von beispielsweise 1,8 Prozent im Jahr 2017 deutlich niedriger. Bei einem Fond sei die mögliche Dividende um ein Vielfaches höher.

Sparkassen zahlt auch an die Stadt

Neben zahlreichen Vereinen und Verbänden unterstützt die Sparkasse überdies auch die Stadt Neuenrade finanziell: 394.247 Euro fließen in die Stadtkasse, davon knapp 120.000 Euro in Form einer Ausschüttung, der Rest aus Gewerbesteuern.

Die Sparkasse ist in Neuenrade mit 13 Mitarbeitern vertreten, die sich um Privat- und Firmenkunden sowie den Bereich Immobilien kümmern.

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