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Bier fließt in Strömen: Hunderte Gäste auf der Blintroper Wiesn

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Von: Michael Koll

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Gemütlich war die Atmosphäre an den Tischen, die man passend zur Wiesn blau-weiß dekoriert hatte.
Gemütlich war die Atmosphäre an den Tischen, die man passend zur Wiesn blau-weiß dekoriert hatte. © Michael Koll

Die Stimmung kocht schon früh am Vormittag hoch. Die nicht selten bayerisch gekleideten Gäste des 5. Oktoberfestes in der Blintroper Schmiede stehen in Gruppen um die Stehtische oder sitzen an den Bierbänken und feiern ausgelassen zu Klängen der Egerländer des Musikvereins Affeln.

Blintrop – Dazu fließt das Bier in Strömen. Fest-Initiator Bernd Levermann stellt allerdings unmissverständlich klar: „In die Bierkrüge kommt nur normales Pils. Da kommt der Sauerländer am besten mit klar.“

Als 2017 erstmals in der Schmiede ein Oktoberfest gefeiert wurde, „haben wir es mit Weißbier probiert, aber das kam nicht wirklich an“, erinnert sich Levermann. Stattdessen gibt es das selbstgebrannte „Schmiedefeuer“ – ein Schnaps aus Anis und Wodka, der es in sich hat.

Anders sieht es da mit dem Essen aus: Am Sonntag standen „Brezel, Weißwurst, Leberkäs und Haxen“ auf der Speisekarte, wie der Mit-Organisator aufzählt. „Gekocht hat das Grillwerk aus Allendorf – für Normalsterbliche gibt es aber auch Currywurst mit Pommes“, betont er.

Die Egerländer des Musikvereins Affeln sorgten für die passende musikalische Untermalung.
Die Egerländer des Musikvereins Affeln sorgten für die passende musikalische Untermalung. © Michael Koll

Dann blickt er zurück auf die Anfänge: „Im Mai 2017 bin ich 50 Jahre alt geworden und dafür haben wir die beiden Hallen der Schmiede hergerichtet.“ Später habe er mit seinem Bruder gemeinsam überlegt, „dass es schade wäre, wenn wir hier nicht öfter einmal etwas auf die Beine stellen“.

Und so wurde das Oktoberfest in Blintrop zur Tradition, die nur 2020 einmal wegen der Covid19-Pandemie ausfallen musste. „2021 haben wir schon wieder gefeiert – wenn auch mit etwas weniger Leuten“, berichtet Levermann, der sich erinnert, „dass bei der Premiere vor fünf Jahren am meisten los war“.

Bis zu 400 Besucher fassen die beiden Veranstaltungshallen der Schmiede, die 2017 eben voll war, „aber auch in den anderen Jahren waren wir mit der Resonanz sehr zufrieden“, versichert der Blintroper Oktoberfest-Veranstalter. „Es ist hier nicht zu groß, sondern immer schön gemütlich“, befindet er.

„Das Schöne ist, dass wir hier ein total gemischtes Publikum haben“, freut sich Levermann über den Zustrom von Jung und Alt: „Mit der Blasmusik holst Du die älteren Semester in die Schmiede“, beginnt er laut zu überlegen, um sogleich aber nachzuschieben: „Doch wenn die Egerländer so richtig loslegen, dann gehen auch die jungen Leute ab dazu.“

Dem Anlass entsprechend fesch waren auch die Bedienungen gekleidet, die die Bierkrüge durch die Hallen trugen.
Dem Anlass entsprechend fesch waren auch die Bedienungen gekleidet, die die Bierkrüge durch die Hallen trugen. © Michael Koll

Der Fest-Initiator schmunzelt und ergänzt: „Und am Ende, wenn die modernen Schlager von DJ Max aufgelegt werden, grölen auch die Älteren so richtig mit.“

Auf den Tischen liegen derweil Texthefte für 28 Oktoberfest-typischen Lieder von „Hoch auf dem gelben Wagen“, über „Sauerland“ und „Über sieben Brücken musst Du gehen“ bis hin zu „Kölsche Jungs“.

Apropos: „Die weiteste Anreise heute hatte eine Gruppe aus Köln“, sagt Levermann mit hörbarem Stolz. „Und auch aus dem Hochsauerlandkreis sind viele Besucher gekommen“, schiebt er sogleich nach. „Mittlerweile kommen sogar auch welche aus Neuenrade.“ Die 25 Tische für jeweils zehn Personen waren lang vorher ausgebucht.

Die Gewinne des Blintroper Oktoberfestes gehen in jedem Jahr einem guten Zweck zu. Dieses Mal erhielt der Männerchor Affeln 500 Euro von Bernd Levermann, „denn die sind ja jüngst auch erst zum Meisterchor geworden“, begründete er die Entscheidung zugunsten der Sänger aus dem benachbarten Neuenrader Ortsteil.

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