Urteil gesprochen

Bewährungsstrafe: Neuenrader verschickt kinderpornografisches Bild

Mit dem Smartphone verschickte ein Neuenrader kinderpornografisches Material.
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Mit dem Smartphone verschickte ein Neuenrader kinderpornografisches Material.

Das war überhaupt nicht lustig: Mit seinem Smartphone verschickte ein 28-jähriger Neuenrader im Sommer 2019 Sticker mit einem kinderpornografischen Bild an Schützenbrüder und Bekannte.

Das kam bei den Adressaten gar nicht gut an: Er möge so etwas doch bitte unterlassen, lautete die vielstimmige Reaktion.

„Das hat mich im Nachhinein die eine oder andere Freundschaft gekostet“, erklärte der Angeklagte im Amtsgericht Altena, wo er sich wegen Besitz und Verbreitung kinderpornografischer „Schriften“ verantworten musste. Ihm selbst hatte die Geschichte und die darauf folgende Anzeige offenbar auch Anlass für ein längeres Nachdenken gegeben: „Ich kann mir im Nachhinein nicht mehr erklären, was ich mir dabei gedacht habe.“

Unter dem Einfluss von Alkohol

Sicherlich habe der zuvor genossene Alkohol seinem Treiben Vorschub geleistet. Die auf dem Bild gezeigte Vergewaltigung eines sechsjährigen Mädchens durch einen erwachsenen Mann qualifizierte er als „Fotomontage“. Richter Dirk Reckschmidt wies diese Ausflucht zurück: „Sehr viele dieser Bilder sind keine Fotomontagen.“

Trotz Geständnis und trotz des Bekenntnisses einer „Riesendummheit“ in seinem Letzten Wort wurde die Geschichte richtig teuer für den Neuenrader: Er wurde zu einer Haftstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt und muss eine Geldbuße von 2 000 Euro an den Kinderschutzbund Lüdenscheid zahlen. In seiner Urteilsbegründung warf der Richter dem Angeklagten auch die Konsequenzen seines Tuns für die Ermittlungsbehörden und die Empfänger des Bildes vor: „Sie haben elf oder zwölf Leute da mit rein gezogen.“ Denn bei allen Empfängern werde überprüft, ob diese sich der schlimmen Bilder sofort wieder entledigt haben.

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