Gericht spricht auch Sperre aus

Bewährungsstrafe: Neuenrader ohne Lappen mehrfach von der Polizei angehalten

Vor dem Amtsgericht musste sich ein Neuenrader verantworten, weil er unter anderem mehrfach ohne Führerschein Auto gefahren war..
+
Vor dem Amtsgericht musste sich ein Neuenrader verantworten, weil er unter anderem mehrfach ohne Führerschein Auto gefahren war.

Erhebliche Folgen hatte der Verlust der Fahrerlaubnis für die Berufstätigkeit eines 43-jährigen Neuenraders. Im Juni 2020 war ihm der Führerschein nach einer Trunkenheitsfahrt für sechs Monate entzogen worden.

Außerdem musste er eine empfindliche Geldbuße zahlen. Doch er musste weiterhin zur Arbeit fahren, was morgens um fünf Uhr ohne Auto nicht ganz einfach war. Und so setzte er sich schon kurz nach dem Urteil wieder ans Steuer und sammelte im Zeitraum von September bis Oktober fünf Anzeigen wegen sieben Fahrten ohne Fahrerlaubnis. Meistens war er in Neuenrade unterwegs, einmal aber auch in Plettenberg.

Fünf Mal erwischte ihn die Polizei, zwei Mal hielten Überwachungskameras seine Fahrten fest. Dass der Neuenrader dabei des Öfteren noch geringe Mengen Amphetamin und Cannabisprodukte im Blut hatte, machte die Sache nicht besser.

Angeklagter sieht einfach „keine andere Möglichkeit“

„Die Vorwürfe stimmen“, gab er die Fahrten jetzt bei der Verhandlung im Amtsgericht Altena zu. Er habe durchaus versucht, mit anderen Beförderungsmitteln zur Arbeit zu kommen. Dann aber habe unter anderem ein Streik der Busfahrer ihn wieder ins Auto steigen lassen: „Da kam ich nicht mit dem Bus zur Arbeit. Ich habe keine andere Möglichkeit gesehen.“

Wenig zuversichtlich war der Angeklagte hinsichtlich der Bewältigung seines Drogenproblems. Immerhin hatte er sich schon um eine Entgiftung bemüht. Bei den morgendlichen Fahrten zur Arbeit hatte er wohl keine frischen Drogen, sondern eher Reste des Vortagskonsums im Blut. „Bei der Arbeit kann ich mir das nicht erlauben“, erklärte er.

Urteil macht die Situation nicht leichter

Das Urteil im Amtsgericht machte seine Situation nicht leichter: Zur Bewährungsstrafe von sechs Monaten kam eine neuerliche Sperre für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis von immerhin einem Jahr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare