Bewährungsstrafe nach Fahrt mit Feuerstuhl

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Neuenrade - Fast doppelt so schnell wie erlaubt war ein 39-jähriger Neuenrader auf einem wahren Feuerstuhl unterwegs: Die Polizei muss das Geschoss auf einen Prüfstand gestellt haben, denn die Beamten gaben die Höchstgeschwindigkeit des Kleinkraftrades mit 48,8 Stundenkilometern an.

Bis zu 25 km/h hätte der 39-Jährige ohne Führerschein fahren dürfen. So aber musste er sich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis im Amtsgericht Altena verantworten. 

Erwischt auf der Bahnhofstraße 

Erwischt hatte ihn die Polizei am 22. Mai auf der Bahnhofstraße in Neuenrade. Alkohol scheint an jenem Tag kein Thema für den Angeklagten gewesen zu sein. Doch neben Verurteilungen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis hatte er in den vergangenen Jahren ebenso viele wegen Trunkenheitsfahrten gesammelt. Nicht nur die vier Kinder in seinem Haushalt waren ein sehr guter Grund für den derzeitigen Aufenthalt in einer Alkohol-Entzugsklinik. „Ich will eine Therapie machen“, versicherte der Familienvater. 

Eingeholt von der Vergangenheit

Doch zunächst holte ihn die Vergangenheit ein: Wegen der Vorstrafen sahen Richter und Staatsanwältin keinen Anlass mehr für eine Geldstrafe: Für die rasende Fahrt über die Bahnhofstraße gab es eine Haftstrafe von vier Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. 

Der Angeklagte war des Deutschen noch nicht so ganz mächtig: „Muss ich vier Monate sitzen?“, fragte er besorgt. „Nein!“ Die ergänzende Ermahnung folgte eher robusten und gerade deshalb einprägsamen Satzbauregeln: „Nicht klauen, nicht hauen, nicht Mofa fahren und vor allem nicht saufen!“

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