Betrüger geben sich als Telekom-Mitarbeiter aus

NEUENRADE ▪ Die Sache mit den angeblichen Telekom-Mitarbeitern ist scheinbar doch nicht so harmlos, wie die Kreispolizeibehörde am Dienstag noch vermutete (wir berichteten). Jetzt hat sich ein weiterer Neuenrader beim Süderländer Volksfreund gemeldet.

Dirk Rubin wohnt an der Uhlandstraße und bekam gestern bereits zum zweiten Mal unerwünschten Besuch. „Vor zwei Wochen haben die es schon einmal probiert“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Genau wie der Neuenrader Karsten Hotzel, der auf den Fall aufmerksam machte, berichtet auch Rubin von Männern in schwarzen Pullovern mit dem typischen „Telekom-T“. Sie hätten sich als Mitarbeiter des Konzerns ausgegeben und Zutritt zu seinem Haus gewollt. „Sie sagten, sie müssten irgendwelche Anschlüsse umstecken“, erzählte Dirk Rubin.

Mitarbeiter melden sich an

Kann das sein? „Nein“, sagte George-Stephen McKinney auf Anfrage. Der Pressesprecher der Deutschen Telekom warnt: „Wenn unsere Techniker im Einsatz sind, dann melden sie sich definitiv schriftlich an.“ Außerdem trügen sie von Kopf bis Fuß Dienstkleidung – mit einem Ausweis, der erkennbar an der Brust befestigt sei. Und wenn es sich statt um direkte Angestellte um Vertriebspartner handele, dann hätten diese ein Schreiben dabei, das sie eindeutig der Telekom zuordne. Zudem hätten die Angestellten sämtliche originalen Unterlagen und Broschüren dabei. „Es ist leider so, dass hin und wieder Drückerkolonnen ihr Unwesen treiben“, sagte McKinney.

Name öffnet Türen

Der Name Telekom öffne eben Türen. Türen von leichtgläubigen Bürgern. Damit es soweit nicht kommt, rät der Telekom-Pressesprecher sich abzusichern: „Wir haben eine kostenlose Kundenhotline. Dort können unsere Kunden die Identität des vermeintlich Mitarbeiters überprüfen lassen.“ Wichtig sei aber, dass sich die Leute einen Namen nennen ließen, ansonsten könne die Angelegenheit nicht geklärt werden.

Der Pressesprecher sagte aber auch, dass hin und wieder tatsächlich Leute im Auftrag der Telekom in den Städten unterwegs seien. Dann handele es sich aber um Vermarktungsaktionen, die im Voraus bei der örtlichen Polizeidienststelle angemeldet seien. ▪ Lisa-Marie Weber

Unter Tel. 08 00/8 26 63 47 können sich besorgte Bürger von montags bis freitags zwischen 8 und 20 Uhr kostenlos informieren.

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