Kunst und Vandalismus

Oma Herta ist wieder fit

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Frisch saniert: Oma Herta

Neuenrade - Die Betonskulptur Oma Herta sitzt wieder frisch saniert auf ihrem Platz.

„Sie war in der Reha, hat sich gut erholt und auch gleich neu eingekleidet,“ sagt Irmhild Hartstein, Schöpferin der Figur, die geraume Zeit auf der Bushaltestellenbank an der Zweiten Straße sitzt. Herta war quasi Opfer eines Attentats geworden. Jemand hatte die liebevoll gestalte Betonfigur im Mai so demoliert, dass der Baubetriebshof sie in die Kunstwerkstatt zur Aufarbeitung bringen musste. Ähnlich erging es Schröder-Schmallenkamp, einer Schöpfung Annette Kögels. Ihm hatten vor gut eineinhalb Jahren Vandalen übel mitgespielt: Ein Stück vom Fuß fehlte und eine große Macke am Kopf hatte er auch. Schröder-Schmallenkamp ist nun schon länger wieder hergerichtet und hat seinen neuen festen Platz vor der DRK-Begegnungsstätte gefunden, gleich in der Nähe des Karussells.

Werkstoff Beton

 Jetzt galt es also, Oma Herta zu sanieren. Irmhild Hartstein hat die Figur dafür zunächst abgeschliffen. Den neuen Look verpasste ihr dann Annette Kögel, spachtelte und trug die Farbe auf. „Sie hat das meiste gemacht.“ Dabei kann sich so ein Sanierungsprojekt schon hinziehen. Die Rahmenbedingungen für den Werkstoff Beton müssen stimmen. „Es darf nicht zu heiß, zu kalt oder zu feucht sein“, sagte Hartstein. Am Ende werde die Betonfigur noch lasiert und sei erst dann wieder bereit, lange im Freien zu sitzen. Hartstein ärgert sich immer noch über die sinnlose Zerstörungswut an Kunst im öffentlichen Raum. Nicht nur Schröder-Schmallenkamp und Oma Herta wurden demoliert, auch die in einem Kunstprojekt entstandenen „Gassenwächter“ , welche die Altstadt verschönern und als Wächter gegen Umweltverschmutzer dienen sollten, waren 2019 arg ramponiert worden. Die jüngsten Vandalismusschäden an Oma Herta liegen übrigens in einem zeitlichen Zusammenhang mit anderen Vandalismus-Schäden in Neuenrade. So waren ebenfalls im Mai Scheiben eines Gebäudes (genutzt von einem Verein) auf dem Gelände der Firma Klinke demoliert worden. Vandalismus und Verunreinigungen sind auch Thema im Bereich des Schulkomplexes an der Niederheide. Dort wurde nicht nur in eine Turnhalle eingebrochen und Schäden angerichtet, sondern auch die Glasbausteine am Hallenbad eingeworfen. Dort wacht nun eine Kamera über das Geschehen. PETER VON DER BECK

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