Betonfigur arg ramponiert: Schröder-Schmallenkamp muss in die Kiku-Klinik

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Etliche Macken: Kiku-Leiterin Irmhild Hartstein begutachtet die Beschädigungen an der Schröder-Schmallenkamp-Skulptur. 

Neuenrade - Schröder-Schmallenkamp ist weg. Er wurde von seinem Standort am Platz der Generationen in die Kiku-Klinik verfrachtet. Die Betonfigur war arg ramponiert worden.

Von seinem linken Fuß ist nur noch die Hälfte da, ein Knopf fehlt und er hat auch noch eine große Macke am Kopf und vermoost ist er auch noch. 

Die schwere Betonfigur sitzt nun an der Kunstwerkstatt Neuenrade (Kiku) und wartet auf die Runderneuerung, wie Irmhild Hartstein, Kiku-Leiterin und Abteilungsleiterin des Kunstvereins Forum Neuenrade, erläutert. Sie vermutet sicher nicht ganz zu Unrecht Vandalismus als Ursache für die Beschädigungen. Schon einmal musste sie eine Eigenkreation, die Betonfigur Oma Herta, welche an der Zweiten Straße an der Bürgerbushaltestelle sitzt, aufwendig sanieren, weil Unbekannte die Oma demoliert hatten. 

Seit August 2017 am Stadtgarten 

Schröder-Schmallenkamps Fuß wurde amputiert.

Irmhild Hartstein schuf vor einigen Jahren diese Figur, während zeitgleich die Werdohler Künstlerin und Kiku-Dozentin Annette Kögel eben den Schröder-Schmallenkamp kreierte. Die Betonfigur saß zunächst bei den Stadtwerken, dann wurde sie im August 2017 etwas zentraler am Stadtgarten vor der DRK-Begegnungsstätte platziert. Dort saß der Mann mit Hut und Aktentasche lange unbehelligt. 

Nun aber muss die Figur saniert werden. Reparaturbeton ist nötig, die Farben müssen aufgefrischt werden. Die Herrichtung von Schröder-Schmallenkamp ist nicht mal eben zu bewerkstelligen, sondern ein zeitaufwendiges Unterfangen. Künstlerin Kögel musste schon einmal vor seinem Umzug zum Platz der Generationen dafür etliche Stunden investieren. 

Die Kreation der Figur Schröder-Schmallenkamp, aber auch die Schöpfung Oma Hertas war schon nicht einfach. Die Seele einer jeden Figur besteht aus einem entsprechend geformten Drahtgestell. 

Unterstützung durch einen Betonkünstler 

Betonkünstler Sven Backstein hatte beratend und tatkräftig Annette Kögel und Irmhild Hartstein zur Seite gestanden. Die künstlerische Umsetzung und gestalterische Arbeit für ihre Figuren hatten die Künstlerinnen aus Neuenrade und Werdohl damals selbst übernommen.

Von Peter von der Beck

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