Beton-Skulptur

Schröder-Schmallenkamp kommt ins Herz von Neuenrade

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Mit dem Gabelstapler haben die Mitarbeiter des Bauhofs Schröder-Schmallenkamp gestern an seinem neuen Standort auf dem Platz der Generationen in Position gebracht.

Neuenrade - Ein Urgestein passt wieder auf die Neuenrader auf: Die Skulptur „Schröder-Schmallenkamp“ sitzt künftig am Platz der Generationen. Bis dorthin war es aber ein schwerer Weg.

Schwer beschädigt musste Schröder-Schmallenkamp in die Werkstatt: Einige Beschädigungen hatte die Witterung mit sich gebracht, für andere waren Vandalen verantwortlich.

Direkt neben der Kiku, wo schon Oma Herta wieder fit gemacht worden war, hat Annette Kögel diesmal Hand angelegt. Sie hatte vor rund sechs Jahren Schröder-Schmallenkamp geschaffen, der bislang am Bahnhof ein eher farbloses Dasein fristete.

Behutsam geht es auf den Lkw

Sein Weg ins Herz von Neuenrade beginnt am Gabelstapler. Es ist Dienstagmorgen, als das schwere Gerät die Beton-Skulptur mitsamt der Bank, auf der sie sitzt, anhebt und auf den Lkw hebt. Behutsam gehen die Männer vom Bauhof vor, denn seine kleine Reise soll der alte Herr natürlich ohne neue Beschädigungen überstehen.

Am Ziel der kleinen Reise war Maßarbeit nötig.

„Beton ist ein wunderbar formbares Material“, sagt Irmhild Hartsein. Gemeinsam mit Annette Kögel hatte sie eigens einen Kurs belegt, um den Umgang mit dem Baustoff zu erlernen. Anschließend schuf Hartstein Oma Herta, die seit einigen Wochen wieder an der Zweiten Straße zu Hause ist.

Schröder-Schmallenkamp hat den vormittäglichen Straßenverkehr geduldig über sich ergehen lassen und ist am Platz der Generationen angekommen, wo Irmhild Hartstein schon auf ihn wartet. „Das ist genau der richtige Platz für ihn “, ist sie überzeugt.

Die Skulptur wiegt rund 180 Kilogramm

Die zahlreichen Schaulustigen, die die Ankunft des Beton-Mannes beobachten, scheinen es ähnlich zu sehen.

Dieser ist zwar erstaunlich realistisch anzusehen, sein Gewicht übersteigt das eines durchschnittlichen Mannes aber erheblich: Auf 180 Kilogramm schätzt Hartstein die Skulptur.

Künftig kann der alte Mann den Blick schweifen lassen.

Zunächst bekommt Schröder-Schmallenkamp aber einen stabilen Gurt um seinen Oberkörper geschnallt. Die Mitarbeiter des Bauhofs möchten ihn von der Bank herunter heben, auf der er von der Kiku an seinen neuen Bestimmungsort gefahren wurde.

Künftig soll er auf einer der auf dem Platz vorhandenen Bänke Platz nehmen – mit dem Gesäß auf die Sitzfläche geschraubt.

Zum Schluss wird noch gefegt

Als der ältere Herr mit dem Herz aus Beton an seinem Platz ist, kommt Irmhild Hartstein aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus: „Ist er nicht schön?“, fragt die Kunst-Expertin in die Runde.

Damit es Schröder-Schmallenkamp auch schön hat, fegt einer der Bauhof-Mitarbeiter noch die zahlreichen Zigarettenstummel auf dem Boden weg. „Nicht, dass er noch das Rauchen anfängt.“

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