Besuchsdienst für Senioren ist eingerichtet

Gut gelaunte Teilnehmerinnen des ersten Besuchsdienstkreises im Evangelischen Gemeindehaus. - Fotos: Jentzsch

Neuenrade - „Vergessen Sie all unsere hilflosen Versuche bis zum 16. Dezember“, sagte Pfarrer Harald Steinhoff am Dienstagnachmittag, 17. Dezember. Der Pfarrer äußerte sich beim Auftakttreffen eines Besuchsdienstkreises, den die Evangelische Gemeinde ins Leben rufen will.

Ab jetzt soll der Dienst flächendeckend und regelmäßig die ‘Geburtstagskinder’ unter den Senioren im Neuenrader Stadtgebiet und seinen Ortsteilen beglückwünschen.

Pfarrer Harald Steinhoff und Kollege Dieter Kuhlo-Schöneberg zeigten sich am Dienstag dann freudig überrascht, wie viele Interessenten dem Aufruf der Gemeinde gefolgt waren. Mehr als ein Dutzend Frauen und Männer, die sich gerne ehrenamtlich in dem Kreis engagieren wollen, nahmen an der Informationsveranstaltung am Dienstagabend im evangelischen Gemeindehaus teil.

Die Gesellschaft lebe vom Miteinander, betonte Kuhlo-Schöneberg und wünsche sich, dass einer für den anderen da sei – in Neuenrade aber auch ganz allgemein. Rund 900 Senioren, die älter sind als 70 Jahre, würden in Neuenrade und seinen Ortsteilen leben. Ziel sei es, zum 70., 75., 80. Geburtstag und dann jedes Jahr Glückwünsche und ein kleines Präsent zu überbringen.

Kuhlo-Schöneberg präsentierte hierzu ein Heftchen, das die Besuchsdienstkreis-Mitglieder übergeben sollen. „Mich hat noch keiner besucht. Und ich bin schon 76“, sagte eine Frau aus der Runde und möchte sich wie die anderen stark dafür machen, dass die Besuche künftig regelmäßig und zuverlässig stattfinden.

Man könne die Heftchen oder auch kleine Präsente, der Pfarrer dachte dabei unter anderem an Marmeladen, ein Glas Honig oder eine Kaffeetasse der Gemeinde, „nur“ abgeben oder den persönlichen Kontakt ein wenig intensiver pflegen. Auch wenn jetzt wieder zwei Pfarrer die Gemeinde betreuen würden, sei es nicht möglich, dass sie jeden Besuch persönlich erledigen. „Der Besuchskreis ist genau so wichtig“, sagte Steinhoff und schien guter Dinge, dass hier und heute ein neuer, vielversprechender Weg eingeschlagen würde.

Im Rahmen des Treffens teilten die Interessenten die Straßen unter sich auf, wobei das Pfarrei-Team darauf hinwies, dass weitere Interessenten im Besuchsdienstkreis der evangelischen Gemeinde jederzeit willkommen seien.

Von Markus Jentzsch

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