Bauernmarkt in Affeln: Besucher trotzen dem Regen mit guter Laune

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Neuenrade - Lautes Knattern war am Sonntagmorgen in Affeln zu hören. Ein Konvoy alter Traktoren drehte seine Runde durchs Dorf und stoppte schließlich auf dem Ausstellungsplatz des Landmaschinenvereins, wo die Fahrzeuge bestaunt wurden.

Erneut hatten die Vereinsmitglieder einiges auf die Beine gestellt, um die Besucher des Bauernmarktes zu unterhalten. Besonders stolz war Pressewart Friedhelm Midderhoff auf die Transmission; ein Riemengetriebe, das mehrere Geräte gleichzeitig antreiben kann.

So waren zum Beispiel ein alter Strohschneider und eine Rüttelmaschine für Kartoffeln daran angeschlossen, die Kinder und Erwachsene bestaunten. Und aus dem Jahre 1945 stammte die Ölmaschine, deren Funktion die Besucher ebenfalls bestaunen konnten. Vor Ort wurde Raps zu Öl verarbeitet.

Besonders Kenner und Sammler freuten sich über die genauen Angaben zu den ausgestellten Traktor. Aus vielen benachbarten Orten waren Landwirte und andere Traktorenbesitzer gekommen, um ihre Fahrzeuge zu präsentieren.

Trecker knattern um die Wette

Für die Kinder gab es einen Streichelzoo, wo neben Ziegen und Schafen auch Alpakas gestreichelt wurden. Das Ponyreiten, das die zehnjährige Ida Klüter aus Küntrop mit ihrem eigenen Vierhufer Oskar anbot, wurde gerne angenommen.

Neben diversen Verkaufsständen – es gab Gewürze, Honig, Blumen, Marmelade und vieles mehr – kam auch das Handwerk nicht zu kurz. So wurde eine neue Hütte des Landmaschinenvereins mit Ziegeln gedeckt, mit Holz verkleidet und der Boden wurde gepflastert. Außerdem hatte Agnes Ortu-Jagiello zum zweiten Mal ihr Spinnrad mitgebracht. Sie zeigte, wie Schafwolle zum Faden gesponnen wird. An einem anderen Stand machten die Kinder ein Seil selber. Lediglich Kraft und Geduld brauchte sie, um die Kurbel solange zu drehen, bis das Springseil fertig war.

Ein großes Feld wurde in regelmäßigen Abständen gerodet. Klein und Groß lasen dann die Kartoffeln auf. Zoey und Luisa freuten sich über besonders große Knollen.

Während das Bauerncafé der Tischtennisabteilung gut besucht war, spielten die Alphornbläser aus Allendorf in der gefüllten Scheune. Auch die Trampeltrekkerbörse, die Thomas Gräb organisiert hatte, kam gut an.

Das leibliche Wohl kam letzlich nicht zu kurz. So ließen sich die Gäste Kaffee, Kuchen, Dampfkartoffeln, Bauernomelett sowie geräucherte Forellen schmecken.

Bei den Verkäufern hielt sich die Begeisterung aufgrund des regnerischen Wetters im Rahmen. Obwohl einige Standbetreiber meinten, die Geschäfte liefen besser als bei den hochsommerlichen Temperaturen im Vorjahr. Allerdings war der Besucherandrang insgesamt nicht so groß wie 2014.

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