Tag der offenen Tür an der Hönnequell-Schule

+
Eltern und Kinder informierten sich gemeinsam über die Vorzüge der Hönnequell-Schule.

Neuenrade - Gut 70 Elternteile informierten sich am Samstag beim Tag der offenen Tür über die Hönnequell-Schule (HQS). Sie nutzten den Tag für einen Gang durchs Gebäude und erhielten Erläuterungen zum Konzept der Lehranstalt, während die potenziellen späteren Schüler an einer Rallye teilnahmen oder Waffeln aßen.

Zunächst begrüßte sie in der Aula Bürgermeister Antonius Wiesemann, der hervorhob: „Die Stadt steht voll hinter dieser Schule. Und das gilt auch für die heimischen Industrie- und Gewerbebetriebe.“ Noch bis Januar würden die naturwissenschaftlichen Räume der HQS modernisiert und noch vor dem Jahreswechsel starte der Umbau des Schulhofes, wo unter anderem ein grünes Klassenzimmer entstehen soll. In den vergangenen fünf Jahren seien 1,8 Millionen Euro an der Schule investiert worden. 

Der Bürgermeister lud aber auch die Kinder selbst ein, sich während seiner Sprechstunde donnerstags an ihn zu wenden, um Fragen zu stellen oder ihm zu erzählen, „was ihr gerne noch möchtet“. Wiesemanns Vertreter Dierk Rademacher ergänzte: „Wir haben an dieser Schule fast die optimale Anzahl Schüler.“ Damit das so bleibe – auch im Hinblick auf Konkurrenz-Schulen in den umliegenden Städten – freue er sich besonders, „dass heute auch Eltern aus beispielsweise Werdohl zu uns gekommen sind“. 

Der didaktische Leiter der HQS Jörg Leiß führte die Eltern dann herum, zunächst in die Mensa, „die täglich sechs verschiedene Menüs anbietet“. Leiß verdeutlichte: „An einer Gemeinschaftsschule werden – anders als etwa an einer Gesamtschule – stärkere und schwächere Schüler gemeinsam unterrichtet. Das schadet den Stärkeren nicht, nutzt aber den Schwächeren.“ Zudem führe dies zu einer breiteren Sozialkompetenz bei den Heranwachsenden.

Der Pädagoge berichtete von dem Handy-Verbot an der Schule, erklärte das Prinzip der Differenzierungsräume, die bei Projektarbeiten genutzt würden, und präsentierte aus Lego gebaute Computerspiele, die HQS-Schüler im Informatikunterricht entwickelt und gebaut haben. 

Dann erläuterte der Abteilungsleiter der fünften bis siebten Jahrgänge Marcus Lubienski die Vorzüge der HQS. So sei diese Schule ein „kleines System“. Das habe den Vorteil, dass alle Schüler alle Lehrer kennen und umgekehrt. Zudem fänden bis Klasse 9 regelmäßig Sitzungen des Klassenrats statt. Außerdem sei an der HQS ein Schulsozialarbeiter fest angestellt. 

Zum Abschluss der Führung durch die Schule besuchten manche Eltern Unterrichtsdemonstrationen, wie etwa eine Englisch-Klasse.

Montags, mittwochs und donnerstags sei die HQS eine Ganztagsschule. Der Unterricht dauere dann bis 15.35 Uhr – dienstags und freitags lediglich bis 13.05 Uhr. Das benachbarte Jugendzentrum biete dann aber auch eine Betreuungsmöglichkeit für die Mädchen und Jungen. Zwar gebe es an der Neuenrader Gemeinschaftsschule so gut wie keine Hausaufgaben, aber an den Nachmittagen würde den Kindern das selbstgesteuerte Lernen (SegeL) nahe gebracht. 

Die HQS kooperiere mit dem Burggymnasium Altena, dem Berufskolleg für Technik Lüdenscheid und – ganz neu – dem Gertrud-Bäumer-Berufskolleg Lüdenscheid/Plettenberg. Alle drei Schulen böten das Vollabitur an. Die Schüler hätten bis Klasse 10 an der Gemeinschaftsschule die Gelegenheit, die dafür notwendige Qualifikation zu erwerben – „und zwar in G9 statt G8“. Lubienski betonte: „Ihr Nachwuchs kann bei uns also ein Jahr länger Kind sein.“ 

Zum Abschluss nutzten die Eltern die Gelegenheit, um an Unterrichts-Demonstrationen in den Fächern Französisch, Latein, Deutsch und Englisch teilzunehmen.

Mögliche Anmeldezeiten an der HQS sind vom 6. bis 8. Februar. Am Montag von 8 bis 18 Uhr, Dienstag von 8 bis 15.30 Uhr und am Mittwoch von 8 bis 12 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare