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Ziemiak sichert Unterstützung für Umgehungsstraße zu

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Von: Peter von der Beck

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Bürgermeister Antonius Wiesemann zeigt Paul Ziemiak den Verlauf der Umgehungsstraßen-Trasse.
Bürgermeister Antonius Wiesemann zeigt Paul Ziemiak den Verlauf der Umgehungsstraßen-Trasse. © von der Beck, Peter

Die Neuenrader Umgehungsstraße muss kommen - davon ist Bürgermeister Antonius Wiesemann fest überzeugt. Einen prominenten Unterstützer hat das Stadtoberhaupt: Paul Ziemiak, Noch-CDU-Generalsekretär, sicherte seine Hilfe zu.

Neuenrade - „Opposition ist Mist“ – der Spruch wird dem einstigen SPD-Spitzenpolitiker Franz Müntefering zugeschrieben. Und Paul Ziemiak, Noch-CDU-Generalsekretär, sagt dazu: „Das ist so.“

Ziemiak war in dieser Woche zu Besuch bei Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU). Er war als frisch gewählter Bundestagsabgeordneter (MdB) zu seinem offiziellen Antrittsbesuch dort. Wiesemann und Ziemiak kennen sich ganz gut und duzen sich. Gleichwohl kamen sie am Mittwoch auf einer formaleren Ebene zusammen: Für Ziemiak ging es darum, bei seiner Tour (zuvor war er in der Werdohler Stadtklinik) die Themen aufzugreifen, welche die Menschen und Repräsentanten in seinem Gebiet bewegen.

Wiesemann nutzte die Gelegenheit, um noch mal die Umgehungsstraße für Neuenrade aufs Tapet zu bringen. „Ich habe eindringlich gesagt, wie wichtig es für die Stadtentwicklung Neuenrades ist, dass die Umgehungsstraße weiter im vordringlichen Bedarf des Verkehrswegeplans bleibt.“

Die Stadt könne sich nur weiter entwickeln, wenn die Umgehung realisiert werde, betonte der Bürgermeister. Wegen der ohnehin angespannten Situation durch den Ausfall der Autobahnbrücke und die Bahnhofstraßenbaustelle würden viele Neuenrader nun merken, dass eine Umgehungsstraße bedeutend sei. Er erhalte auch viele Beschwerden aus dem Norden und Süden der Stadt. Dort herrsche derzeit ja verstärkter Autoverkehr und eine starke Belastung, weil Autofahrer die Anliegerstraßen nutzen würden. Er verweise dann jedes Mal auf die Bedeutung einer Umgehung. Ziemiak nahm das auf und betonte, dass er das im Blick haben und nach Berlin tragen werde.

Auch das Thema Förderung der Region wurde angeschnitten. Wiesemann wies auf die Wirtschaftskraft und das Steueraufkommen für den Bund hin und dass man gerade die Region hier nicht aus den Augen verlieren dürfe. „Mir ist wichtig, dass in Berlin ankommt, wie bedeutend die Region hier ist.“ Ziemiak sagte, dass er das als seine Aufgabe als Abgeordneter sehe. Er sei Botschafter und Helfer.

Es gehe darum – ohne Parteipolitik – Dinge voranzubringen. Dass in Berlin noch das CDU-Netzwerk an zuständigen Beamten und Staatssekretären vorhanden sei, bestätigte Ziemiak. „16 Jahre Merkel“ – bis das alles „von den anderen“ ersetzt werden könne, werde es noch sehr lange dauern, hieß es dazu im Bürgermeisterzimmer.

Was die Zusammenarbeit unter den heimischen CDU-Abgeordneten anbelange, gebe auch schon eine gewisse Aufgabenteilung unter den CDU-Abgeordneten. Das Thema Wirtschaft sei dabei ein Schwerpunkt für Friedrich Merz. Ziemiak betonte, dass er sich um die strukturelle Komponente der heimischen Wirtschaft, wie aus dem Ausland stammende Versorgungslinien für die Region kümmern werde.

Ziemiak ist nun stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss und wird sich bei den Themen Entwicklungshilfe und Außenpolitik verstärkt engagieren. Der Bundestagsabgeordnete Paul Ziemiak ist allerdings froh, dass er bald nicht mehr Generalsekretär sein wird. Er wird mehr Zeit für die Familie haben und sich an Dingen wie den Besuch eines Basketballspiels mit seinem Sohn erfreuen.

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