Großes Objekt mit Wasserrechten, Atelier und Präsentationshalle

Besonderes Künstlerhaus im MK wird erneut versteigert

Das Künstlerhaus zwischen Altenaffeln und dem Diekental wird erneut zur Versteigerung am Altenaer Amtsgericht angeboten.
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Das Künstlerhaus zwischen Altenaffeln und dem Diekental wird erneut zur Versteigerung am Altenaer Amtsgericht angeboten.

Es ist ein ungewöhnliches Objekt, das am Mittwoch, 3. November, am Altenaer Amtsgericht versteigert werden soll: Ein Künstlerhaus mit Wasserrecht und ungewöhnlicher Wohnraumgestaltung.

Neuenrade ‒ Die einzigartige Immobilie wird dabei nicht zum ersten Mal auf diesem Wege zum Verkauf angeboten.

Der Künstler Dieter W. Meding hatte Ende der 1990er-Jahre die Immobilie – ein ehemaliges Sägewerk mit dem Baujahr 1912 – nach seinen Bedürfnissen gestaltet. Die Wohn- und Nutzfläche beträgt satte 623 Quadratmeter. Das große Atelier enthält zudem noch eine Bibliothek und eine WC-Anlage, auch eine Terrasse ist vorhanden. Eine Besonderheit ist das 180 Quadratmeter große, als Präsentationsfläche dienende Wohnzimmer.

Grundstück ist 5300 Quadratmeter groß

Das Grundstück zieht sich über 120 Meter an der Straße Affelner Mühle entlang und ist 5300 Quadratmeter groß. All diese Details sind in einem Gutachten nachzulesen, das auf der Homepage des Amtsgerichtes Altena zur Verfügung steht. Es existiert zudem ein Wasserrecht für die Wellingse. Der Bach fließt unter dem Haus her, ein vorhandener Fallschacht kann eine Turbine zur Stromgewinnung aufnehmen. Die Gartenanlage ist üppig angelegt mit großem Teich. In dem Gutachten, das vor drei Jahren erstellt wurde, ist zudem von Weidentipis die Rede. Allerdings ist das Objekt nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen, vielmehr gibt es auf dem Grundstück eine Kleinkläranlage.

Objekt war eigentlich schon für 300.000 Euro verkauft worden

Beim ersten Versteigerungstermin im Juni vergangenen Jahres war das Objekt eigentlich schon für 300 000 Euro an ein auswärtiges Ehepaar verkauft worden. Da allerdings der Besitzer der Immobilie am Landgericht Hagen Beschwerde gegen die Zwangsversteigerung eingelegt hatte, konnte der Zuschlag erst nach der Entscheidung erfolgen. Frühestens nach drei Monaten, hieß es damals zu dem Versteigerungstermin. Inzwischen ist allerdings mehr als ein Jahr vergangen und nun steht die Immobilie wieder auf dem Versteigerungsplan des Amtsgerichtes.

Der Sprecher des Landgerichtes Hagen, der Vorsitzende Richter Bernhard Kuchler, zuständig für das Amtsgericht Altena, sagte, dass „aus formal-juristischen Gründen“ – das Landgericht habe eine Äußerung anders als das Amtsgericht gedeutet – „der Zuschlag versagt und daher ein neuer Termin“ angesetzt worden sei.

Auch die Sparkasse gehört zu den Gläubigern

Tomislav Majic, Pressesprecher und Marketingleiter der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis, die auch Gläubiger ist, sagte ebenfalls auf Nachfrage, dass „aus formalen Gründen“ nun ein neuer Termin angesetzt worden sei. Es gehe somit wieder von Neuem los. Beim Zwangsversteigerungstermin im vergangenen Jahr hatte man seitens der Sparkasse wohl gewisse Vorstellungen vom Verkaufserlös. Jedenfalls schien man damals nicht geneigt, dem 7/10-Mindestzuschlag in Höhe von 242 900 Euro (70 Prozent des Verkehrswertes) zuzustimmen.

Wie es bei diesem neuerlichen Termin zugehen wird und ob wieder dieselben Interessenten zum Versteigerungstermin kommen werden, vermochte Tomislav Majic nicht zu sagen.

Interessenten und Gläubiger könnten sich auch im Vorfeld einigen

Er bestätigte jedenfalls, dass es auch durchaus möglich sei, dass sich Interessenten und Gläubiger schon im Vorfeld eines Versteigerungstermins einigen könnten. „Man kann gerne mit uns Kontakt aufnehmen“, sagte Majic.

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