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Berufs-Info-Truck macht Station: Der Nachwuchs informiert sich

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Von: Peter von der Beck

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Verbandsmitarbeiter Dirk Kowitz geht auf die Fragen der Jugendlichen ein und zeigt, was für Geräte im Arbeitsumfeld eines Metallfacharbeiters zum Einsatz kommen.
Verbandsmitarbeiter Dirk Kowitz geht auf die Fragen der Jugendlichen ein und zeigt, was für Geräte im Arbeitsumfeld eines Metallfacharbeiters zum Einsatz kommen. © Peter von der Beck

Zuerst besichtigten die Schüler unter Führung von Ausbildungsleiter Markus Brenke den Betrieb der Julius Klinke GmbH & Co KG, anschließend befassten sie sich im Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie auch theoretisch mit Berufsbildern wie Zerspanungs- und Industriemechanikern.

Neuenrade – Diszipliniert und interessiert hörten die Schüler zu. Dabei trommelte nicht nur der Mitarbeiter des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie für die technischen Berufsfelder, sondern auch Klinke-Führungskraft Karl-Josef Nöcker für eine Ausbildungsstelle bei der Firma Klinke.

Und er lobte auch das Familien-Unternehmen Klinke, das seine Mitarbeiter wertschätzen würde. Das Traditionsunternehmen ist zudem auch Kooperationspartner der Hönnequell-Schule.

Der ME-Verband ist mit seinem Ausbildungstruck sicher vorbildlich. Das zweistöckige Gefährt präsentiert in der ersten Etage mit eingebauten Roboterarmen, Werkzeugen und Lehrfilmen das gesamte Spektrum der Metall- und Elektroberufe. Im Obergeschoss werden Vorträge gehalten und Filme gezeigt.

Das Engagement kommt nicht von ungefähr – schon immer mussten die Mitgliedsfirmen für ihr Ausbildungsangebot trommeln, auch weil über viele Jahre vor allem Bürojobs in Mode waren. Jetzt ist das Anwerben junger Leute besonders wichtig, weil sich der Fachkräftemangel verstärkt hat und junge Leute mittlerweile auch auf ein großes Angebot in verschiedenen Ausbildungsberufen treffen.

M+E-Mitarbeiter Dirk Kowitz gibt den Jugendlichen, die nach dem Betriebsrundgang in Kleingruppen den Truck besichtigen, noch einen Einblick in das maschinelle Umfeld von Metallfacharbeitern und präsentierte zum Beispiel einen „CoBot“ – einen „kooperierenden Roboter“, mit dem man buchstäblich Hand-in-Hand arbeiten kann.

Techniker Karl-Josef Nöcker präsentierte das Unternehmen Julius Klinke als familiäres Unternehmen.
Techniker Karl-Josef Nöcker präsentierte das Unternehmen Julius Klinke als familiäres Unternehmen. © Peter von der Beck

Dann ging es in den zweiten Stock des Trucks, wo Nöcker den Jugendlichen das Berufsbild nahe brachte. Dabei empfahl er ihnen, unbedingt ein längeres Praktikum zu absolvieren. So könnten sie feststellen, ob eine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker überhaupt in Frage komme. Das sei wichtig, betonte Techniker Nöcker, der Leiter des Automaten-Saals ist.

Nöcker gab den Jugendlichen auch Tipps zur Bewerbung, wies darauf hin, dass man mäßige Noten durchaus auch durch ein gutes Sozialverhalten ausgleichen könne. Dennoch sehe man sich das Zeugnis natürlich genau an und unentschuldigte Fehlstunden beispielsweise seien ein No-Go.

Die Jugendlichen erfuhren etwas über die Kosten einer Ausbildung, die für den Arbeitgeber entstehen („zwischen 80 000 und 100 000 Euro“) und die Verdienstmöglichkeiten (rund 1000 Euro im 1. Lehrjahr, rund 3000 Brutto im ersten Gesellenjahr).

ME-Mitarbeiter Kowitz verwies noch darauf, was eine fertige Berufsausbildung alles bedeuten könne: Zum Beispiel Unabhängigkeit oder Selbstbewusstsein.

Zumindest bei Asta Mauer, Schülerin der 9.1 der Hönnequell-Schule, hat die Veranstaltung das Interesse an dem Berufsfeld verstärkt. Sie kommentiert die Veranstaltung: „Ich finde das sehr gut. Ich war auch schon vorher interessiert.“ Aber sie habe auch andere Berufe noch im Visier und informiere sich eben umfassend, ließ die junge Frau durchblicken.

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