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Bürgerpreis für Bernd Rüschenberg

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Von: Peter von der Beck

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Bernd Rüschenberg (links) als neuer Bürgerpreisträger und Bürgermeister Antonius Wiesemann als Laudator.
Bestens gelaunt: Bernd Rüschenberg als neuer Bürgerpreisträger und Bürgermeister Antonius Wiesemann als Laudator. © Michael Koll

Bernd Rüschenberg ist Träger des Neuenrader Bürgerpreises 2022. Der Geehrte erklärte nach der Verkündung seiner Nominierung, er sei „überrascht, aber auch glücklich“. Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) lobte ihn und sein Handeln als „vorbildlich“.

Neuenrade – Der Preisträger, so erinnerte das Stadtoberhaupt in seiner Laudatio auf Rüschenberg, sei aktiv in der Altstadtgemeinschaft sowie in der Neuenrader Schützengesellschaft. Der Ausgezeichnete habe aber ebenso als Schauspieler des Kleinen Studios das Kulturleben Neuenrades geprägt.

Gesicht der DLRG in Neuenrade

Vor allen Dingen sei er jedoch den Besuchern von Frei- und Hallenbad bekannt. Seit nunmehr 50 Jahren – bis 1975 zunächst in Werdohl – sei Bernd Rüschenberg „das tatkräftige Gesicht der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft“, unterstrich der Bürgermeister. Der heutige Ehrenvorsitzende der DLRG betonte in seiner kurzen Dankesrede, „dass ich auf jeden Fall unermüdlich weiter aktiv bleiben werde“. So stehe als nächstes ein Schwimmkursus in der Offenen Ganztagsschule für ihn auf dem Programm.

Immer ein Lächeln im Gesicht

Wiesemann bezeichnete den Preisträger als „Neuenrader Urgestein“. Rüschenberg sei „ein netter Mensch, der immer ein verschmitztes Lächeln im Gesicht hat“. Genau dieses Lächeln zeigte der Geehrte, als er sich im Anschluss ins Goldene Buch der Stadt eintrug. Das taten auch die Schützenkönigspaare aus Neuenrade, Kütrop und Affeln, sowie die Kinderregenten aus Neuenrade und Blintrop.

Musikverein und Viviane Heyn

Begonnen hatte der Festakt zum Tag der Deutschen Einheit im Hotel Kaisergarten gut anderthalb Stunden zuvor mit dem Musikverein Neuenrade, der unter der Leitung von Christian Knaup mit einer filigranen Interpretation von „Verdi“ im Arrangement von Walter Tuschla den feierlichen Vormittag einleitete. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister, der besonders die Bundestagsabgeordneten Bettina Lugk (SPD) und Paul Ziemiak (CDU) sowie die Landtagsabgeordnete Inge Blask (SPD) willkommen hieß, trat die allseits bekannte wie beliebte Viviane Heyn ans Mikrofon. Sie bot eine mit schüchterner Grandezza vorgetragene Version von „Can’t help falling in love“ von Elvis Presley dar.

Einheit nicht nur ein Geschenk, sopndern auch Verpflichtung

Dann hielt Wiesemann die Festansprache zum Feiertag. Anlässlich der Deutschen Einheit sagte das Stadtoberhaupt: „Sie ist uns nicht nur ein Geschenk, sondern bedeutet für uns auch eine Verpflichtung, für unsere Werte und Überzeugungen zu kämpfen“, denn die Einheit sei ein fortwährender Prozess. Das sei nicht erst seit dem 24. Februar, dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine so. Die Ukraine, so betonte der Christdemokrat, gehöre klar zu Europa – „und die europäische Kultur steht für Menschlichkeit und Miteinander“.

Baumaßnahme: „Unterm Deckmantel des Umweltschutzes profilieren“

Dass beides auch in Neuenrade gelebt werde, dafür dankte Wiesemann unter großem Applaus noch einmal ausdrücklich, bevor er ungewöhnlich scharf formulierte Worte folgen ließ, „die mir besonders am Herzen liegen“. In Bezug auf von ihm nicht näher genannte Baumaßnahmen, „die in Neuenrade seit jeher unter Berücksichtigung der Ökologie geplant werden“, mahnte er „eine Rückkehr zu Maß und Verhältnismäßigkeit“ an. Zuletzt, so sei es sein Eindruck gewesen, hätten sich viele „unter dem Deckmantel des Umweltschutzes profilieren“ wollen.

Stellvertretende Bürgermeister aus Klingenthal

Kein Blatt vor den Mund nahm in Folge auch Gerd Nöbel. Der stellvertretende Bürgermeister Klingenthals, der Partnerstadt Neuenrades, nannte den russischen Präsidenten Wladimir Putin „abscheulich“. Ebenso wie Wiesemann zuvor verurteilte er den Krieg in der Ukraine scharf. Klar, dass er auch auf die Freundschaft zwischen dem sauerländischen Neuenrade und dem Wintersportort im sächsischen Vogtlandkreis einging. Nöbel sagte: „Corona hat uns alle ausgebremst, aber unsere Partnerschaft nicht behindert.“

Sportcampus in Partnerstadt

Weiter berichtete Gerd Nöbel über neue Projekte in Klingenthal – von einem Sportcampus, der gerade eröffnet worden sei und eine Kombination von Grundschule, Realschule, Gymnasium und Sport-Internat bilde. Dafür sei eigens ein neues Gebäude errichtet worden. Der stellvertretende Bürgermeister Klingenthals war in diesem Jahr zum 40. Male nach Neuenrade gereist. Und eine Rede beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit hielt er nun zum 17. Male.

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