Freundschaftliches Miteinander

Bekannter Bürgerbusfahrer in Neuenrade verabschiedet

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Zu seiner letzten Tour übergab Veronika Paul, Betreuerin der Fahrer, Toni Schlotmann ein kleines Präsent.

Neuenrade - Toni Schlotmann, bekanntes Gesicht in Neuenrade, saß vor Kurzem letztmalig hinter dem Steuer des Bürgerbusses. Nach 13 Jahren ehrenamtlicher Fahrertätigkeit hat er sich von seinen Fahrgästen verabschiedet. Für ihn seien „13 Jahre genug“.

Am 19. November 2003 hatte Toni Schlotmann erstmals hinter dem Steuer des Bürgerbusses gesessen und seine Fahrgäste durch das Stadtgebiet chauffiert. 

Keine Unfälle

Immer montags war er im Dienst und war oftmals dort, wo der eigentliche Linienbus nicht hinkommt. Speziell sind ihm die Kindergarten- und die Friedhofstour in Erinnerung geblieben. Wie viele Kilometer er mit dem Bürgerbus genau zurückgelegt hat, kann er nicht sagen. Schätzungsweise einige tausend werden es gewesen seien. Unfälle und unangenehme Vorfälle blieben ihm dabei erspart, wie er erzählt. Das Gegenteil sei der Fall, verrät er schmunzelnd. 

Für die Sicherheit der kleinen Fahrgäste wird gesorgt.

Zwischen ihm und den überwiegend älteren Fahrgästen habe sich ein freundschaftliches Miteinander entwickelt. Nach vielen Jahren im Bürgerbus wisse Schlotmann, welcher Gast wo wohnt und wem er beim Ausstieg behilflich sein muss. Vor allem die Flexibilität als Bürgerbusfahrer und das menschliche Miteinander standen für ihn im Vordergrund. 

Besonders gerne denkt der 72-Jährige an die Kindergartentouren zurück. Wenn seine kleinen Fahrgäste nicht genau wussten, wo sie wohnten als er nach der Adresse fragte, dann bekam er als Antwort häufig ein „zu Hause“ zu hören. 

Ein Präsent

Auch mit der Namensnennung waren die Jungen und Mädchen recht vorsichtig und zurückhaltend. Auf die Frage „Wie heißt du?“ bekam er einmal die Antwort „Wie meine Mama“, zu hören. Veronika Paul, Betreuerin der Bürgerbusfahrer, dankte ihm nun bei seiner letzten Fahrt mit einem kleinen Präsent. 

Seine Fahrgäste verabschiedeten ihn mit einem Händedruck und einigen Worten. Noch vor der offiziellen Verabschiedung kann sich der einstige Bürgerbusfahrer über sein Infoschild, auf dem sein Name steht, freuen. Dieses konnte er mit nach Hause nehmen.

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