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Burgschul-Erweiterung: CDU hält trotz Kritik an vorgestellter Planung fest

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Von: Peter von der Beck

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Bauamtsleiter Marcus Henninger muss beim Ortstermin an der Oststraße auf dem vorgesehenen Erweiterungsgelände der Grundschule immer wieder erläutern und erklären.
Bauamtsleiter Marcus Henninger musste beim Ortstermin an der Oststraße auf dem vorgesehenen Erweiterungsgelände der Grundschule immer wieder erläutern und erklären. © Peter von der Beck

Beim Ortstermin zu den Erweiterungsplänen für die Burgschule werden noch einmal die Fronten klar und deutlich.

Neuenrade – Ein Ortstermin ist hilfreich, um Dinge abseits des grünen Tisches in Augenschein zu nehmen. So hatte FWG-Fraktionschef Bernhard Peters zu einem Termin auf der Erweiterungsfläche der Burgschule eingeladen, weil er der Ansicht ist, dass das Thema Erweiterung der Burgschule in allen Parteien noch diskutiert wird. Also auf jenes Gelände, wo die alte Villa, ein Häuschen aus den 1950er oder 60er Jahren und die alten vom Fällen bedrohten Bäume zu sehen sind.

Pläne werden verteilt

Dass just am Montagabend der Ausschuss für Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit und Forsten stattfand, sorgte für eine hohe Teilnehmerzahl. Malik Neuhaus musste dann für den kurzfristig erkrankten Peters übernehmen. Gleichwohl präsentierte Bauamtsleiter Marcus Henninger, begleitet von Kollegin Brigitte Neuhaus, noch einmal grob, wie die Gebäude nach den kritisierten Planungen platziert werden. Neuhaus verteilte Pläne, sodass sich die Teilnehmer ein recht gutes Bild von dem Vorhaben machen konnten.

Auch Bürgermeister Antonius Wiesemann war dabei und sagte noch ein paar Worte zu den Bäumen: Dass sie „nur“ rund 120 Jahre alt seien, Schädigungen aufwiesen und eine Erhaltung schwierig werde, wenn die Bauarbeiten, die zum Teil Freilegungen der Wurzeln zur Folge hätten, realisiert würden.

Für die Burgschule eine Herausforderung

Henninger machte auch noch einmal die Dimensionen deutlich. Schon die Tatsache, dass die Erweiterung im laufenden Schul-Betrieb vonstatten gehen soll, gab er zu bedenken. „Das ist logistisch und für die Schule eine Herausforderung. Eine Bauzeit von zwei Jahren ist realistisch.“ Zudem werde die Schule zwingend barrierefrei gebaut.

Architektenwettbewerb, Transparenz, Bürgerbeteiligung

Die SPD, aber auch Mitglieder der FWG zeigten sich beim Ortstermin nicht überzeugt von den aktuellen Planungen. Baumfreundin Janine Lohmann, die den Bündnisgrünen nahe steht, war ebenfalls dabei und formulierte eindeutig, was sie sich – „und auch viele Bürger“ – gewünscht hätten: mehr Transparenz, Bürgerbeteiligung. Eine Ausschreibung wünsche man sich, was die Erweiterungspläne der Schule anbelangt. Die bisherigen Pläne verwerfen und einen Wettbewerb ausschreiben – das ist auch das, was sich die SPD-Fraktion wünscht, wie Thomas Wette betonte. Der ärgerte sich darüber, dass bislang auch nirgends eine Summe zu den Planungskosten verzeichnet sei.

Keine Diskussion innerhalb der CDU

Für die CDU indes soll, wenn es nach dem stellvertretenden Fraktionschef Daniel Wingen und Parteichef Marcus Dunker geht, an den bisherigen Plänen nichts geändert werden. Es gebe auch keine innerparteilichen Diskussionen zu den grundsätzlichen Plänen. Hier gehe es um eine Planung für Jahrzehnte und für die Interessen der Grundschule. Und das sei wichtiger als Bäume, die vermutlich ohnehin nur 20 Jahre überleben würden, hieß es auf den Reihen der CDU. Grundriss, Barrierefreiheit und inklusive Bauweise waren ebenfalls Themen beim Ortstermin.

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