Angebot für Ladenbesitzer

Bei Corona-Problemen hilft in Neuenrade der Bürgermeister

Einzelhändler und Dienstleister zum Beispiel an der Ersten Straße in Neuenrade. Derzeit leiden sie besonders unter den Beschränkungen der Pandemie.
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Einzelhändler und Dienstleister zum Beispiel an der Ersten Straße in Neuenrade. Derzeit leiden sie besonders unter den Beschränkungen der Pandemie.

Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) will sich als direkter Ansprechpartner für Hilfe suchende Laden- und Restaurantbesitzer sowie Geschäftsinhaber zur Verfügung stellen, um ihnen bei Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu helfen oder auch finanzielle Unterstützung zu vermitteln.

Auch vor dem Hintergrund, dass staatliche Zuschüsse offenbar nicht richtig oder auch erst sehr spät fließen.

Es ist eine Idee, die Bernhard Peters, Fraktionschef der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Neuenrade, im Rahmen der Haushaltsplanberatungen bei Bürgermeister und Kämmerer Gerhard Schumacher vorgebracht hatte: Als Stadtverwaltung Ladeninhabern und Dienstleistern wie Friseuren mit Ladengeschäften schnelle und unbürokratische, auch finanzielle Hilfe durch Bürgschaften zu schaffen. Damit am Ende die Neuenrader nach Abklingen der Pandemie nicht auch plötzlich noch mehr leer stehende Ladenlokale in ihrer Stadt haben. Die Quartiersmanager könnten dabei doch den Hilfebedarf ausloten.

Zustimmung im Ausschuss

Das Thema brachte Bernhard Peters am Mittwochabend auch öffentlich im Rahmen der Ausschusssitzung für Schule, Sport, Jugend und Soziales zur Sprache, was zu einer Diskussion in dem Gremium führte. Grundsätzlich empfanden alle Teilnehmer der Diskussion – zum Beispiel der CDU-Vorsitzende Marcus Dunker – das Ansinnen als „gute Idee“.

Bürgermeister Wiesemann erläuterte noch einmal Hintergründe, verwies darauf, dass er das Thema bei der Vereinigten Sparkasse angesprochen habe, die aber gerade das als ihre ureigenste Aufgabe sehen würde. Zudem sagte Wiesemann, dass man „als Stadt, wenn es um finanzielle Angelegenheiten“ gehe, nicht die Mittel habe, finanzielle Hintergründe zu überprüfen. Und, so sagte der Bürgermeister, „die Stadt verwalte ja das Geld der Bürger“, da werde es eben schwierig, eventuelle finanzielle Risiken einzugehen.

Stadt soll aktiv auf Inhaber zugehen

Peters schlug zudem vor, als Stadt aktiv auf Inhaber zuzugehen, das Gespräch zu suchen, um so vielleicht Dinge zu beschleunigen. Er musste jedoch hören, dass das nicht die klar definierte Aufgabe der Quartiersmanager sei. Es klinge zwar schizophren, doch die Quartiersmanager dürften erst bei leer stehenden Ladenlokalen den Besitzern 50 Prozent Zuschuss als Subventionen anbieten, um so die Miete für neue Ladeninhaber günstiger zu machen. Gleichwohl würden natürlich Dinge an die Stadtspitze herangetragen. „Wo wir als Stadt zum Beispiel Einzelhändlern helfen können, da werden wir das tun“, so Wiesemann.

Letztlich fanden es alle Beteiligten – einschließlich Bernhard Peters – gut, dass sich Bürgermeister Antonius Wiesemann hier zur Verfügung stellen, seine Hilfe anbiete und gegebenenfalls auch vermitteln wolle.

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