Begehrter Standort Neuenrade

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Das Neuenrader Industriegebiet. ▪

NEUENRADE ▪ Sie sind begehrt, die Industrieflächen in Neuenrade. Sobald etwas vakant ist, geht die Vermarktung schnell vonstatten. Wirtschaftsförderer Heinz Vogel kann sich jedenfalls kaum erinnern, dass eine Fläche lange ohne Käufer blieb.

„Neuenrade ist sehr gefragt“, sagt Vogel. Die Vorteile des Standortes liegen für den Fachmann auf der Hand: „Fachkräfte, Kultur, gute Handwerksunternehmen, die Schullandschaft und dazu die Verbundenheit der Unternehmen untereinander“. Es existieren demnach auch Netzwerke, welche die Unternehmer nicht missen wollen. Und so investiert das Gros der Unternehmerschaft lieber in der Nähe. Jene, die im Emsland oder Ostdeutschland auf der grünen Wiese investierten, bleiben bis jetzt die Ausnahme.

Gleichwohl sind im Küntroper Industriegebiet noch etliche Lücken auszumachen. Doch das sind Vorratsflächen, die wenigen heimischen Unternehmern gehören – Eigenbedarf sozusagen. „Es gibt einzelne Neuenrader, die sehr viel haben“. Vogel ist daher froh, dass die Stadt noch in diesem Jahr mit der Erschließung eines neuen Areals beginnt (wir berichteten). So gibt es bald wieder Möglichkeiten. In diesem Küntroper Gebiet werden dann 24000 Quadratmeter Fläche frei. Wer Interesse hat, kann sich an Vogel wenden, der vermittelt die gebündelten Informationen natürlich gerne.

Was leer stehende Gebäude anbelangt, da ist die Vermarktung nicht ganz so einfach. Zwar gibt es auch hier Anfragen, doch haben die Interessenten Anforderungen an die Altgebäude – und die können moderne Erfordernissen kaum gerecht werden. Das fängt bei der logistischen Aufteilung an, geht über die Dämmung bis hin zur Hallenhöhe. Da fielen viele Gebäude schon durchs Raster, ließ Vogel durchblicken.

Was das langfristige Potenzial Neuenrades für Industrieansiedlungen anbelangt, sei es nicht so ganz einfach, sagt Marcus Henninger, Bauamtsleiter. „Wir haben hier ein Siedlungsflächenmonitoring. Wir führen Buch über Flächen, die frei sind“. Weitere Besprechungen wären dann mit der Bezirkregierung in Arnsberg erforderlich. Henninger: „Man muss den Bedarf darstellen können“. Flächenfraß sei zu vermeiden.

Gleichwohl gibt es Perspektiven. Die sieht Henninger in Richtung Balve-Garbeck. Da sei sicher noch Entwicklungspotenzial. Doch aktuell müsse man in Neuenrade erst einmal mit den vorhandenen Flächen zurecht kommen. ▪ Peter von der Beck

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