„Come together“

Begegnungscafé einmal mehr erfolgreich

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Kaffee, Tee und jede Menge Kuchen gab es im großen Raum in der Stadtbücherei beim Come together mit vielen neuen Flüchtlingen.

Neuenrade - Das zwölfte Begegnungscafé „Come together“ in der Stadtbücherei und Zelius ist in dieser Woche wieder den Erwartungen gerecht geworden.

Das Kennenlernen zwischen Asylbewerbern und den ehrenamtlich tätigen Helfern wird generell mit dieser zwanglosen Begegnungsform vereinfacht und auf eine kommunikative Basis gestellt. Syrische Flüchtlingsfrauen hatten erneut Kuchen und andere Leckereien gebacken.

Die Nachfrage nach dem durchaus kalorienreichen Angebot war groß, nach zwei Stunden Begegnungscafé zeugten nur noch Krümel vom Kuchenangebot.

Sandra Horny, Koordinatorin der Flüchtlingshilfe und das ehrenamtlich agierende Helferteam waren mit dem Begegnungscafé „Come together“ mehr als zufrieden. In lockerer Runde entwickelte sich ein vertrautes Gespräch mit den Flüchtlingen.

Austausch trotz sprachlicher Schwierigkeiten

Speziell die etwa 50 neu zugewiesenen Menschen, die überwiegend aus Afrika stammen, nutzten die Möglichkeit zum Miteinander, auch wenn es mit der Sprache manchmal haperte.

77 Flüchtlinge waren aus dem gesamten Stadtgebiet (einschließlich Küntrop und Affeln) gekommen, für die Kinder gab es wie immer eine Spielecke mit Spielzeug.

Die Neuenrader Flüchtlingshilfe, die besonders im Jahr 2015 mit dem Einsetzen des Flüchtlingsansturms vor großen Aufgaben gestanden hatte, wertet inzwischen das Begegnungscafé als „beste multiplikative Basis zum gegenseitigen Kennenlernen und zum gedanklichen Austausch.“

Im Mittelpunkt stand die Frage nach der Zukunft

Auch beim jetzt zwölften Begegnungscafé stand die große Frage im Mittelpunkt, wie die Zukunft gemeistert werden kann.

Immerhin kann die Flüchtlingshilfe in den vergangenen Wochen auf Erfolge verweisen. Auf der Berufsorientierungsmesse (BOM) im Festsaal Riesei in Werdohl war die Neuenrader Flüchtlingshilfe gleich mit 15 Asylbewerbern angereist.

Ein kleines Mädchen freut sich über Kuchen und Gebäck der syrischen Frauen.

In kleinen Gruppen wurden Neuenrader Firmenstände aufgesucht, die Einblick in ihr Kerngeschäft boten. Teilweise konnten die Flüchtlinge sogar Bewerbungen um einen Praktikumsplatz abgeben, die sie zuvor mit Akteuren der Flüchtlingshilfe erstellt hatten.

Praktikumsplätze für afrikanische Asylbewerber

Die Fürsprache hat sich gelohnt, zwei der afrikanischen Asylbewerber können in nächster Zeit ein jeweils dreiwöchiges Praktikum in den Betrieben leisten, weitere Firmen haben generelle Bereitschaft erklärt, ebenfalls einen Praktikumsplatz zur Verfügung zu stellen.

Die Neuenrader Flüchtlingshilfe Zelius bietet mit ihren ehrenamtlichen Helfern weiterhin Unterstützung mit Deutschkursen an und steht den Asylbewerbern mit Rat und Tat zur Seite, wenn alltägliche Dinge gelöst werden müssen oder behördliche Anfragen zu beantworten sind.

Wichtiger Einsatz der ehrenamtlichen Helfer

Zwar ist die Anzahl der Flüchtlinge auch in Neuenrade rückläufig, aber ohne den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer wäre die Betreuungsfrage weitaus schwieriger zu lösen. Derzeit leben im Stadtgebiet unter anderem Flüchtlinge aus Ghana, Nigeria, Eritrea, Togo, Syrien, Irak und Afghanistan.

Sandra Horny zog beim zwölften Begegnungscafé folgendes Fazit: „Wir sind mit der Neuenrader Flüchtlingshilfe auf dem richtigen Weg – auch wenn wir ab und zu ein deutliches Wort reden müssen.“

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