Baustelle noch bis Ende August

Dieses neue Viadukt soll demnächst eingeschoben werden.

NEUENRADE ▪ Rhythmisch und schier unermüdlich heben und senken sich die Baggerschaufeln, nagen an dem Bahnsteig, der stetig kleiner wird.

Es dauert nicht mehr lang und dann ist der Weg frei, um die neue Bahnüberführung, die in Küntrop an der Balver Straße entsteht, dann „einzuschieben“. Ein Prozess, der sich mit Hilfe einer hydraulischen Anlage über 40 Stunden hinziehen wird, wie Bahnsprecher Jürgen Kugelmann unlängst auf Anfrage erläuterte. Insgesamt wird die Baumaßnahme bis Ende August dauern. Ein Zugverkehr zwischen Binolen und dem Kopfbahnhof in Neuenrade ist noch bis Ende August unmöglich. Bis dahin müssen Busse den Transport der Fahrgäste übernehmen (wir berichteten).

Zum Hintergrund: Die Aufweitung hat vor allem verkehrspolitische Hintergründe. Nach Fertigstellung kann der Verkehr parallel unter dem Eisenbahndamm fließen, außerdem können Lastwagen nun die Bahnunterführung passieren. Der Zugang zum Industriegebiet durch das Zentrum Küntrops soll unterbunden werden, um das Dorf zu entlasten. Künftig soll der Verkehr an der Überführung entlang geführt werden.

Das Bauwerk wird als offener Halbbetonrahmen mit Flügeln in seitlicher Lage hergestellt und wird während einer so genannten Sperrpause (bis 5. August) „eingeschoben“. Das Einschieben des neuen Bauwerkes erfolgt mit einem speziellen Schwerlasttransportsystem, erläuterte Kugelmann. Reichlich Drumherum ist zu beachten: „Kabelarbeiten, Arbeiten an den Telekommunikationsanlagen, herstellen der im Zusammenhang mit der überführten K 14 erforderlichen stehenden Straßenverkehrsanlagen (mit Entwässerung) und Änderung, Sicherung und Anpassung von Ver- und Entsorgungsanlagen für Wasser, Kanal, Beleuchtung, Strom und Telekom im neuen Kreuzungsbereich mit der K 14/ Bahn“. ▪ vdB

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