Einige Straßen bald nur noch frei für Anlieger

Baustelle Bahnhofstraße: Schleichwege werden dicht gemacht

Die Mitarbeiter der Firma Ossenberg bei einer Probeausschachtung an der Bundesstraße 229. Im Zuge der Baumaßnahme sollen auch neue Wasserleitungen verlegt werden, zunächst müsse abgeklärt werden, wo die alten Leitungen genau verlegt worden sind.
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Die Mitarbeiter der Firma Ossenberg bei einer Probeausschachtung an der Bundesstraße 229. Im Zuge der Baumaßnahme sollen auch neue Wasserleitungen verlegt werden, zunächst müsse abgeklärt werden, wo die alten Leitungen genau verlegt worden sind.

„Am Anfang war es chaotisch“, stellt Bauamtsleiter Marcus Henninger fest. Inzwischen hätten sich schon viele Verkehrsteilnehmer mit der Baustelle an der Bahnhofstraße arrangiert, doch Ärger gibt es immer noch.

„Es kommt zu Rotlicht-Verstößen, weil Autofahrer einfach nicht warten wollen. Das ist dann natürlich Sache der Polizei“, sagt Henninger.

Der erste Bauabschnitt – er beginnt am Kreisverkehr und endet kurz hinter der Stelle, an der die neue Linksabbiegespur für den Aldi-Markt auf der Niederheide entstehen soll – sei mit den größten Einschränkungen verbunden. „Weil der Kreisverkehr eingebunden ist“, sagt Henninger. Bis Ende des Jahres werde dieser Bauabschnitt aber voraussichtlich dauern.

Halbseitige Sperrung bleibt bestehen

Auch danach müsse es bei einer halbseitigen Sperrung der Fahrbahn bleiben. Das sei aus Gründen des Arbeitsschutzes unumgänglich. „Die Gefahr, das vielleich ein Lastwagen in die Baustelle rauscht, ist einfach zu groß“, unterstreicht der Bauamtsleiter. Insgesamt wird die Bauzeit auf etwa ein Jahr geschätzt.

Normalerweise, das zeige die bisherige Erfahrung, dauere es eine Ampelphase, bis Verkehrsteilnehmer durch die Baustelle fahren könnten. „In der Rushhour sieht das natürlich leider anders aus. Dann muss man in der Regel eine Wartezeit von zwei Ampelphasen in Kauf nehmen“, weiß Henninger. So müssten Autofahrer morgens etwa ab kurz nach 7 Uhr und nachmittags ab etwa 15.30 Uhr deutlich mehr Geduld mitbringen, wenn sie von einem Ende der Stadt zum anderen gelangen möchten. „Und nachmittags kann sich die Rushhour durchaus bis 17 Uhr hinziehen“, erklärt der Bauamtsleiter.

Maßnahmen zum Schutz der Anwohner

Dennoch bittet er Autofahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer um Geduld und Verständnis – auch, weil es für Ortskundige demnächst schwieriger werden wird, die Baustelle an der Bundesstraße 229 zu umfahren. „Wir werden zum Schutz der Anwohner – insbesondere der Kinder – dafür sorgen müssen, dass nicht mehr alle Schleichwege genutzt werden können“, stellt Henninger fest: Alle Straßen, an denen Kindertageseinrichtungen liegen, sollen demnächst nur noch ausschließlich für Anlieger befahrbar sein. Der Bauamtsleiter zählt auf: „Das gilt dann für den Rüterbruch, den Schütteloher Weg und den Semberg.“

Die Verwaltung der Stadt Neuenrade könne diese Anliegerregelung nicht selbst veranlassen, werde aber eine entsprechende Regelung beim Märkischen Kreis beantragen, erklärte Marcus Henninger. Autofahrer, die demnächst dann trotz der entsprechenden Beschilderung, einen der betroffenen Bereiche befahren, müssen mit einem Verwarnungsgeld rechnen, wenn sie in eine Polizeikontrolle geraten.

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