30 PS mit Baujahr 1957

Die sogenannten Winker sind die Vorgänger des heutigen Blinkers. Sie werden beim Abbiegen vom Fahrer ausgeklappt. - Foto: Kühn

NEUENRADE - Knatternd fährt der schwarze Käfer aus der Garage. Gelenkt wird der Oldtimer von seinem Besitzer, der jedoch namentlich nicht genannt werden möchte. „Das Auto soll für sich selbst sprechen“, betont er.

Seit 1980 befinde sich der Volkswagen-Käfer bereits in seinem Besitz, seit Kurzem sei das Auto wieder angemeldet. Insgesamt wurden vom VW Käfer 21,5 Millionen Exemplare hergestellt, die Produktion begann bereits 1938 in Deutschland.

Sein schwarzer Käfer wurde 1957 gebaut und sei eines der Modelle, mit denen Volkswagen die Grenze von einer Million produzierten Wagen überschritt. Zum Zeitpunkt des Erwerbs sei der Käfer zwar fahrbereit gewesen, trotzdem habe man ihn instand gesetzt.

Der Volkswagen stamme von Auto Kirchhoff in Rönkhausen. Man habe den VW von einer in Olpe wohnenden Vorbesitzerin aus erster Hand erworben. Da man das Gefährt nun auch zugelassen habe, versuche man die Adresse der Vorbesitzerin anhand der Fahrzeugpapiere herauszufinden und sie mit dem Käfer in Olpe zu besuchen.

Sie hatte mit dem Volkswagen immerhin 80 000 Kilometer zurückgelegt. In den ersten Jahren sei der Käfer dann als Zweitwagen genutzt worden. Insgesamt seien zwischenzeitlich 139 000 Kilometer zusammengekommen. Nach einigen Jahren in der Garage wurde der kultige Wagen wieder für die Straße zugelassen.

Eine Besonderheit habe der Volkswagen auch. Der Käfer besitzt sogenannte Winker, die Vorgänger von Blinkern. Diese können bei Abbiegevorgängen ausgeklappt und beleuchtet werden, wodurch anderen Verkehrsteilnehmern die Fahrtrichtung angezeigt wird. Zwar wurden diese Winker beim schwarzen Käfer durch Blinker in den Rückstrahlern ersetzt, die Winker würden aber nach wie vor funktionieren.

Durch ein großes, sogenanntes Faltschiebedach lässt sich das zweitürige Modell schnell in ein sommertaugliches Gefährt verwandeln. Besonders stolz ist der Besitzer auf den Originalzustand des Käfers. Neben den Originalsitzen sei ebenso der 30 Pferdestärken leistende Motor der des ursprünglichen Modells.

Auch das Getriebe habe eine Besonderheit aufzuweisen. So sei der erste Gang nicht synchronisiert, deswegen brauche man beim Einlegen des selbigen mehr Feingefühl als bei einem neueren Auto. Weiterhin habe der Oldtimer ein sogenanntes H-Kennzeichen. Aus diesem Grund benötige man auch keine Feinstaubplakette.

Mit dem Volkswagen Käfer habe man bereits mit anderen, befreundeten Oldtimerbesitzern ein Treffen geplant. Zusammen wolle man bald an der Rund-um-Plettenberg-Rallye teilnehmen.

Von Julian Kühn

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