Für den Winter gerüstet

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150 Tonnen Salz hat Theo Schulte-Maas für den kommenden Winter eingelagert. ▪

NEUENRADE ▪ Der Winter kann kommen: Eine kleine Armee diverser Räumfahrzeuge steht bereit und auch die Salzdepots sind gefüllt, um Straßen und Gehwege von Schnee und Eis zu befreien. In einem riesigen Holzsilo hat der städtische Bauhof 80 Tonnen „loses“ Salz gehortet. Dazu steht ein Notvorrat von 50 Tonnen bereit, verschweißt in 50 „Bigpacks“ von je einer Tonne.

Obwohl sie selbst mit einem Lkw und drei Treckern ausgerüstet ist, hat die Stadt noch drei Subunternehmer mit im Boot. Antonius Wiesemann, Horst Kruse sowie das Tiefbauunternehmen Ossenberg sind die städtischen Vertragspartner, die gemeinsam mit den Fahrzeugen des Bauhofes all die Straßen und Gehwege von Eis und Schnee befreien, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebes Straßen NRW (das sind Land- und Kreisstraßen) fallen. Ihr Streugut laden auch die Subunternehmer am städtischen Großsilo.

Über ein eigenes Salzlager dagegen verfügt der Bieringser Theo Schulte-Maas. Der Garten- und Landschaftsbaubetrieb ist mit zwei Schleppern, einem Unimog sowie zwei Kleinschleppern gut aufgestellt. Alle diese Allradfahrzeuge sind mit Salzstreuer und Pflug sowie einer „Ersatzausrüstung“ bestückt, Schulte-Maas hat 150 Tonnen Salz in Bigpacks eingelagert. Einer dieser Salzquader allein kostet im Einkauf 160 Euro. Bei der Firma esco in Wesel bezieht der Bieringser das weiße Gold. Er ist vor allem für private Auftraggeber im winterlichen Einsatz und fährt hinaus bis Plettenberg und Werdohl.

Die großen Pflüge werden vom Führerhaus des Räumfahrzeuges aus hydraulisch gesteuert, um Schrägen auf der Fahrbahn auszugleichen. So wird der Schnee auf ganzer Fläche geräumt. Dazu sitzt eine Gummischürfleiste unterm Pflug, die kleinere Buckel oder Unebenheiten ausgleicht.

26 Gramm verteilt der Streuteller in der Regel auf einem Quadratmeter. So kann das Räumfahrzeug rund zwei Stunden lang streuen, bis Schulte-Maas es wieder auffüllen muss. Wenn wie im Winter 2010/2011 die Salzvorräte ausgehen, wird mit Feinsplitt gestreckt – quasi „Bio-Salz“, wie Theo Schulte-Maas seine Eigenkreation nennt.

250 Tonnen Salz verbrauchte er im „Superwinter“ 2010/2011, im vergangenen Jahr dann deutlich weniger. Seine Restbestände haben nicht an Qualität verloren. Für den kommenden Winter musste er daher weniger zukaufen. ▪ Ulrich Töpel

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