180 Tonnen Salz

Bauhof startklar: Winter kann kommen

Der Bauhof Neuenrade ist startklar für den Wintereinbruch, Leiter Bernd Uerpmann mit Klaus Bartelt und Bodo Gerhard.
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Der Bauhof Neuenrade mit Leiter Bernd Uerpmann, Klaus Bartelt und Bodo Gerhard ist startklar für den Wintereinbruch

180 Tonnen Salz, ein Dutzend Mitarbeiter und ein stattlicher Fuhrpark: Neuenrade ist vorbereitet auf den Wintereinbruch. Und der Bauhof bekommt Hilfe von außen.

Neuenrade – Der Schneeräumdienst der Stadt Neuenrade steht parat. Doch Abteilungsleiter Klaus Peter Korte und auch viele andere, wie Bauhofchef Bernd Uerpmann, können sich kaum noch an einen richtigen Winter erinnern. Dass kontinuierlich Schnee lag und immer wieder Neuschnee hinzukam –das ist lange her. Es kam aber sogar schon zu Streusalzengpässen.

Gleichwohl: Die Prognosen für reichlich Schnee sind jetzt da – und der Bauhof ist natürlich gewappnet. Salz ist satt vorhanden. 180 Tonnen im neuen und im alten Silo stehen zur Verfügung.

Hinzu kommt der Fuhrpark: Ein Lastwagen mit Schild und Streuautomat, die Kehrmaschine hat ebenfalls ein Räumschild nebst Streuvorrichtung und über einen Trecker mit Schild und Streuer verfügt der Bauhof auch noch. Zur Verfügung steht die Mannschaft des Betriebshofes: Ein Dutzend Leute sind von 5 bis 22 Uhr einsetzbar, fast alle haben den Lkw-Führerschein und dürfen große Maschinen steuern.

Deal für Dörfer mit Straßen.NRW

Auch Privatfirmen sind im Fall der Fälle für die Stadt unterwegs: Firma Ossenberg ist mit einem Lkw plus Räumvorrichtungen im Einsatz, Bauer Kruse ist mit seinem Trecker unterwegs und Firma Wiesemann fährt bei Schnee ebenfalls mit Trecker und Streuer umher, um Winterdienst zu leisten.

Einen Deal gibt es zudem mit Straßen.NRW, erläutert Korte. „Die machen für uns die Ortsdurchfahrten in Blintrop, Affeln und Altenaffeln.“ Das sei eine alte Vereinbarung, Straßen.NRW schreibe eine Rechnung, sagt Korte.

In der Regel räume Straßen.NRW die Verbindungsstraßen zwischen den Orten. So ist der Kohlberg ab den beiden Ortschildern Straßen.NRW-Gebiet. Der Bauhof unterhält zur Winterszeit eine Rufbereitschaft, die aus zwei Mann besteht und bei drohendem Schneechaos um weitere zwei Mann aufgestockt wird.

Schneeräumen in drei Stufen

Der Ablauf steht fest: Morgens um 4 Uhr schaut sich die Bereitschaft die winterliche Bescherung an und reagiert entsprechend, damit Berufsverkehr und Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) möglichst reibungslos fließen kann. Es gibt ein dreistufiges System, an dem sich die Truppe orientiert. Die erste Stufe betrifft Hauptverkehrsstraßen, die Strecken des ÖPNV und gefährliche Steigungen, in den weiteren Stufen kommen die Nebenstraßen hinzu, erläuterte Korte.

Das Neuenrader System aus städtischem und privatem Schneeräumkommando funktioniert in der Regel. Doch: „Beschwerden gibt es sowieso“, sagte Korte. Man sei allerdings flexibel und versuche Anregungen von Bürgern beim Schneeräumen zu berücksichtigen, wenn die Tour Gefahren vermindere und logistisch sinnvoll eingebaut werden könne. Hauptverkehrsstraßen hätten zunächst Priorität.

Flüssigsalz wirkt besser

Das Winterdienst-System wird laufend aktualisiert, gelegentlich kommen Straßen hinzu, Fahrwege werden optimiert. Häufig läuft es auch schon, ohne dass die Bürger unbedingt etwas merken. So wird Salz zum Beispiel an verschatteten Ecken gestreut, wo sich schnell mal Eis oder Reif bilden kann. Es gibt auch Fortentwicklungen.

Flüssigsalz-Einsatz sei noch möglich. Das wirke besser und könne nicht verweht werden. Dafür seien allerdings teure technische Erweiterungen für diese spezielle Salzaufbereitung nötig, erläutert Korte. Granulat hat der Bauhof noch als weitere Option. Das kommt bei massivem Frost zum Einsatz, wenn die Gefrierpunkterniedrigung des Streusalzes nicht mehr ausreicht.

Über den Salzverbrauch führt Klaus Peter Korte Buch: Rund 250 Tonnen wurden im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre verbraucht. Je nach Witterung schwankt das gravierend. 2020 musste er nur 25 Tonnen dazu kaufen – dann war das Lager wieder voll.

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