Baugebiet Auf dem Felde II: So ist der Verfahrensstand

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Im Grenzgebiet zwischen Affeln und Altenaffeln soll nach Wunsch der Verwaltung und des Rates gebaut werden.

Neuenrade - Ursprünglich sollte die Entscheidung über das Baugebiet Auf dem Felde II schon im vergangenen Jahr fallen. Nun verzögert sich das ganze Verfahren. Dafür gibt es allerdings einen Grund.

Die Entscheidung über den Eilantrag zum geplanten Baugebiet Auf dem Felde II wurde verschoben. Wie Gudrun Dahme, Pressesprecherin des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster mitteilt, wollen sich die beiden Parteien vor einer Entscheidung noch einmal schriftlich äußern. 

Im November hatte Dahme mitgeteilt, dass der zuständige Senat des Oberverwaltungsgerichts noch 2018 über den Antrag entscheiden wolle. 

Privatmann klagt gegen die Stadt

Hintergrund ist, dass ein Privatmann wegen des geplanten Baugebiets Klage gegen die Stadt Neuenrade erhoben hatte. Die sogenannte Normenkontrollklage wurde am 26. September eingereicht, anschließend sei ein Eilverfahren beantragt worden. 

Nun müsse geprüft werden, ob die Norm – in diesem Fall der Bebauungsplan – inhaltlich und formal in Ordnung sei, erklärte die Pressesprecherin damals. Vereinfacht dargestellt gehe es auch darum, welches Recht höherrangig ist: Das des Privatmanns als Anlieger oder das Recht der Stadt, ein Gebiet bebauen zu lassen. 

Widerstand von Anliegern und Landwirten

Gegen das Baugebiet im Grenzgebiet von Affeln und Altenaffeln gibt es sowohl von Anliegern, als auch von Landwirten in der Nähe Widerstand. Letztere fürchten Klagen der zukünftigen Anwohner wegen Geruchsbelästigung. Laut Geruchsgutachten sind die Emissionen einer Schweinezucht bei gewissen Abständen im Grenzbereich. Nach Ansicht des Märkischen Kreises allerdings im Toleranzbereich. 

Auch einige Anwohner des bestehenden Gebietes Auf dem Felde sind von dem geplanten Baugebiet nicht begeistert. Sie befürchten einen nicht ausreichenden Umweltschutz, die Gefährdung einzelner Tierarten oder sind mit der baulichen Ausgestaltung nicht einverstanden. 

Wunschprojekt der Stadtverwaltung

Für den Rat und die Verwaltung würde sich das geplante Baugebiet allerdings positiv auf die Zukunft der Dörfer Affeln und Altenaffeln auswirken. Mit neuen Bürgern könnten die dörflichen Strukturen erhalten bleiben. 

Der Kläger und die Stadt Neuenrade möchten sich nun bis Ende des Monats schriftlich äußern, dann kann der zuständige Senat eine Entscheidung fällen. Dass das Oberverwaltungsgericht diesem Wunsch nachkommt und die Äußerungen abwartet ist üblich, verpflichtet ist es allerdings nicht dazu, wie Gudrun Dahme erklärt.

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