Baugebiet Auf dem Felde 2: Neue Runde

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Idyllisch gelegen: Das Baugebiet Auf dem Felde 2.

Affeln/Neuenrade - Das Baugebiet Auf dem Feld II zwischen Affeln und Altenaffeln soll, wenn es nach dem Willen der Stadt- und Kreisverwaltung geht, weiter auf den Weg gebracht werden.

 Das ganze war ins Stocken geraten, weil die Ausweisung des Gebietes nicht auf ungeteilte Zustimmung stieß. Anwohner der angrenzenden Siedlung waren ebensowenig damit einverstanden, wie benachbarte Bauern. Ein Bauer hatte Einspruch eingelegt. Insbesondere die Landwirtschaftskammer hatte Bedenken hinsichtlich der Entwicklungsmöglichkeiten der dort ansässigen landwirtschaftlichen Betriebe geäußert.

Das neue Baugebiet würde arg an angrenzende Betriebe heranrücken. Es könnte Schwierigkeiten mit Grenzwerten und Geruchsbelästigungen geben. Seitens der Anwohner gab es Bedenken hinsichtlich Gebäudehöhe oder auch Spielplatzgröße. Was nun die mögliche Geruchsbelästigung durch Zuchtbetriebe anbelangt, so schreibt der Märkische Kreis, dass „die gutachterlich ermittelten Geruchsimmissionen im Bebauungsplanbereich für das zukünftige Wohngebiet im zumutbaren Bereich“ liegen würden. Dabei bezieht sich die Behörde auf einen Runderlass des Umweltministeriums aus 2009.

Das indes scheint der Bauernschaft nicht genug. Zumindest verliefen jüngste Vermittlungsgespräche in einer Runde an der Bauern, Fraktionsvorsitzende, Stadtverwaltung nebst juristischem Beistand teilnahmen, nicht so, dass sich die betroffenen Bauern auf Vorschläge einließen. Die Rede war nur von erweiterten Grenzwerten im zukünftigem Wohngebiet. Letztlich erteilte der Kreis der Stadtverwaltung den Auftrag, das Verfahren fortzuführen. In der nächsten Bauausschusssitzung werden daher wohl weitere Verfahrensschritte angeleiert.

Schon jetzt scheint klar, dass mit juristischem Widerstand seitens der Bauern zu rechnen ist. Je nach Grundstückszuschnitt könnten in dem eventuell entstehenden Baugebiet 20 Häuser hin passen. Ein Teil der Fläche soll zudem bauträgerfrei sein. Das ist jedoch Zukunftsmusik. Erst einmal muss die Politik entscheiden und die Sache auf den Weg bringen. Es geht um Dorfentwicklung und die Entwicklungsmöglichkeiten der Landwirtschaft, womöglich um persönliche Existenzen. Und die Juristen sind auch noch am Zug.

 Laut Stadtverwaltung ist dieses Baugebiet bislang alternativlos, weitere Entwicklungsmöglichkeiten dieser Art gebe es wohl nicht in Affeln.

Von Peter von der Beck

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