Bauernmarkt in Affeln lockt etwa 10 000 Besucher an

AFFELN ▪ Rund 10 000 Menschen strömten gestern zum 18. Historischen Bauernmarkt in Affeln. Am Sonntagmorgen hatten die Mitglieder des veranstaltenden Landmaschinenvereins noch die Sorge gehabt, ihr Markt könnte aufgrund des Regens regelrecht ins Wasser fallen. Zum Glück erwies sich auch die zwischenzeitliche Unwetterwarnung als Falschmeldung. Bei herrlichem Sonnenschein verbrachten die vielen Menschen einen perfekten Tag auf den Wiesen und Feldern rund um das Zentrum des Landmaschinenvereins.

„Alles rund um die Heuernte“ lautete das diesjährige Motto und versprach interessante Vorführungen. Der richtige Umgang mit der Sense ist etwas für Fachleute und heutzutage kaum noch anzutreffen. Kaum hatte der rüstige Herr mit dem Hut den Schleifstein über die Klinge flitzen lassen, da folgte auch schon die nächste Runde auf der Wiese. Mit spielerischer Leichtigkeit arbeitete er sich durch die Halme, während die Passanten fasziniert stehen blieben. Selbst diese „einfachste“ Vorführung sorgte schon für Menschentrauben. Später kamen dann selbstverständlich auch maschinelle Mähmaschinen zum Einsatz.

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Affelner Bauernmarkt

Ein paar Meter weiter standen rund 100 historische Trecker auf einer Wiese und beeindruckten Männer, Frauen und Kinder gleichermaßen. Ein schwarzes Ungetüm ragte zweifelsohne aus der Masse heraus. Allein die Optik war schon Respekt einflößend. Als der Fahrer das Relikt aus den Anfängen der maschinellen Feldarbeit dann zum Leben erweckte, schienen die 1920er Jahre wieder präsent zu sein. Aus mehr als zehn Litern Hubraum generiert der Lanz Bulldog HR2 Baujahr 1927 gerade mal 22 Pferdestärken. Genug, um die bewundernde Blicke der Besucher auf sich zu ziehen. Gewaltige Vibrationen und ein unverwechselbarer Klang zeichneten dieses Exponat aus. Die übrigen Trecker waren aber nicht minder interessant und zogen die Marktbesucher magnetisch an. Am Nachmittag machte sich dann ein Trecker-Korso auf den Weg durch die Region – bis Langenholthausen und wieder zurück.

Die vielen Maschinen und Vorführungen waren aber nur ein Teil des Marktes. Die zahllosen Stände, an denen landwirtschaftliche Produkte ebenso wie Deko-Artikel angeboten wurden, waren ebenso stark frequentiert. An der Kartoffeldampfmaschine, rund um den Streichelzoo, am Schmiedestand, auf dem Kartoffelfeld oder im Bauern-Cafe herrschte den ganzen Tag über reges Treiben. Entsprechend zufrieden waren sowohl die Besucher als auch der Veranstalter. Die von der Sonne verwöhnte 18. Auflage geht wohl als eine der erfolgreichsten in die Geschichte ein.

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