Bauende an der K14 erst im Frühsommer

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Anfang der Woche herrschte noch Ruhe auf der Baustelle an der Balver Straße. Bald soll gebaut werden. ▪

NEUENRADE ▪ Aus der Baustelle an der Bahnüberführung (Balver Straße/K14) scheint sich für Küntroper und Neuenrader Anwohner eine „unendliche Geschichte“ zu entwickeln. Nachdem die Bahn das Viadukt schon im September fertiggestellt hatte, ziehen sich die Arbeiten an der neuen Straße und einem Regenrückhaltebecken noch hin.

Vor allem die lange Pause zwischen Fertigstellung des Viaduktes und dem Beginn der Arbeiten durch von Straßen NRW beauftragte Fachfirmen, findet bei den Küntropern wenig Verständnis. „Sicher ist das ein erheblicher Arbeitsumfang“, sagte Ortsvorsteher Ludger Stracke, „doch ein besserer Anschluss der jeweiligen Arbeiten, hätte den Ausbau nicht um Monate verzögert“. Vor allem die späte Ausschreibung durch Straßen NRW verärgert die Anwohner.

Hierfür hat Projektleiter Michael Neumann eine einfache Erklärung. „Die Bahn ist mit ihren Arbeiten einfach schneller fertig geworden und wir können die Baustellen nicht auf Zufall terminieren“, betont Neumann und erklärt damit die längere Baupause. Daneben verweist der Projektleiter auf vertragliche Bindungen. Der Fortgang der Bauarbeiten soll nach seinen Aussagen in der dritten oder vierten Kalenderwoche beginnen. Hier ist die Firma Hilgenroth aus Sundern zuständig, die zumindest schon mit dem Ausbau des Kanalnetzes begonnen hat.

Im Oktober hatte der Neuenrader SPD-Fraktionsvorsitzende, Peter Müller, nach Nachfragen beim Kreis, noch einen Verkehrsfluss für das Frühjahr bestätigt. Diese Aussage nahm Michael Neumann jetzt zurück und erklärte das voraussichtliche Bauende für den Spätsommer. Genau dies befürchtete auch Ortsvorsteher Ludger Stracke.

Gebaut wird in den nächsten Wochen jetzt zunächst ein so genannter Spundwandkasten als Baugrubenumschließung. Dieser soll aufgrund der Nähe zur Hönne den Grundwassereintritt verhindern. Die Gefahr, dass der bald entstehende Trog unter der Brücke bei Starkregen voll Wasser laufe besteht nicht. Ein Kanalsystem wird in Zukunft das Wasser direkt in die Hönne ableiten. Die Straße liegt dann nämlich über dem Hönnepegel.

Trotzdem heißt es für die Anwohner an der Garbecker Straße und am Schütteloher Weg in Neuenrade weiter mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen zu leben. „Ich hätte mir da im Nachhinein eine andere Lösung gewünscht“, sagt Ludger Stracke, der auch zugibt, dass die Küntroper die Länge der Bauphase und den Arbeitsumfang ein wenig unterschätzt hätten. „Vielleicht wäre es möglich gewesen, dass alte Viadukt zunächst stehen zu lassen. Dann hätte zumindest der Autoverkehr weiter fließen können“, beschreibt Stracke einen zuspäten Wunsch.

„Die Tücken liegen halt im Detail und so eine Baustelle braucht ihre Zeit“, versucht Neumann die Anwohner etwas zu beschwichtigen. ▪ ds

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