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Kreisverkehr: Landesbetrieb beauftragt Gutachter

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Von: Carla Witt

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An der Ersten Straße im Kreuzungsbereich am Ärztehauses staut sich besonders nachmittags häufig der Verkehr. Ein Kreisel könnte Abhilfe schaffen. © Carolina Ludwig

Neuenrade – Die Überlegung im Bereich der Kreuzung am Ärztehaus an der Ersten Straße (B 229) einen Kreisverkehr zu bauen, wird weiter verfolgt.

Bauamtsleiter Marcus Henniger berichtete am Mittwoch während des Sitzung des Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses von einer neuen Entwicklung: Nach einem Termin mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW werde dieser nun ein Gutachten in Auftrag geben.

„Wir sind übereingekommen, dass die vorliegende Bachelor-Arbeit genügend Anlass dafür bietet“, sagte Henniger. Maike Hilmers aus Schmallenberg, die an der Uni Siegen Bauingenieurwesen studiert, hatte sich in Abstimmung mit Straßen.NRW mit dem Kreisverkehr intensiv auseinander gesetzt. Auch eine Verkehrszählung startete die Studentin – und kam schließlich zu dem Schluss, dass ein kleiner Kreisverkehr dazu beitragen könne, die Situation zu verbessern. 

An der Kreuzung Werdohler Straße / Dahler Straße /Erste Straße / Poststraße staut es sich insbesondere am späteren Nachmittag – wenn der Feierabendverkehr durch die Hönnestadt fließt. An manchen Tagen reichen die Autoschlagen fast bis zur Wilhelmshöhe. Mitunter müssen Autofahrer im Kreuzungsbereich warten, wenn es von der Ersten Straße einen Rückstau gibt. Dadurch werden wiederum andere Verkehrsteilnehmer behindert – hin und wieder müssen Fußgänger Slalom um die Fahrzeuge laufen, die im Stau genau auf dem Fußgängerweg an der Ampel zum Stehen gekommen sind. 

Marcus Henniger unterstrich, dass ein Kreisverkehr in diesem Bereich nur dann sinnvoll sei, wenn auch im weiteren Verlauf der Bundesstraße 229 in Neuenrade, an der Kreuzung zum Mühlendorf eine solche Lösung in Erwägung gezogen werde: „Auch der zweite Knotenpunkt muss einbezogen werden.“ Deshalb werde der Gutachter auch diesen Bereich untersuchen, um herauszufinden, ob die Verkehrssituation in der Hönnestadt durch den Bau der Kreisel verbessert würde. 

Um den Prozess zu vereinfachen, habe die Stadt dem Landesbetrieb einen Gutachter vorgeschlagen: Der Experte, der bereits damit beauftragt wurde, eine Stellungnahme zur Einfahrt an der Bundesstraße 229 zum zukünftigen Discounter abzugeben, soll sich auch mit den Kreiseln beschäftigen. Somit müsse sich nur eine Person in die Verkehrsthematik in Neuenrade einarbeiten, erklärte der Baumamtsleiter. Auch diesem Vorschlag seien die Entscheidungsträger von Straßen.NRW gefolgt. 

Den Antrag, nach vorheriger Prüfung eventuell einen Kreisverkehr im Bereich des Ärztehauses an der Ersten Straße zu bauen, hatte die Freie Wählergemeinschaft Neuenrade (FWG) bereits Ende des Jahres 2017 gestellt.

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