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Sparsame Freibad-Saison

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Von: Peter von der Beck

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Freibad in Neuenrade ist im Winterschlaf
Das Neuenrader Freibad Friedrichstal liegt bereits im Winterschlaf. Es ist nun im Fokus der Kommunalpolitiker. © von der Beck

Neuenrades Kämmerer Gerhard Schumacher kann besonders mit der Freibad-Bilanz zufrieden sein.

Neuenrade – Trotz unterdurchschnittlicher Besucherzahlen, trotz der relativ wenigen Öffnungstage: Im Vergleich mit den vergangenen 13 Jahren gibt das Freibad doch ein gutes Bild ab. Auch die Performance des Hallenbads ist gar nicht mal schlecht. Entsprechende Daten und Zahlen präsentierte der Kämmerer Gerhard Schumacher am Dienstag im Rathaus.

23454 Kubikmeter Gasverbrauch im Freibad

Mit rund 23454 Kubikmeter Gasverbrauch war es seit 2008 bisher das sparsamste Freibad-Jahr. Zum Vergleich: 2013 wurde mit 72254 Kubikmetern mehr als dreimal so viel Gas verbraucht. Sparmaßnahmen und energetische Verbesserungen (Beckenabdeckungen) zeigen hier enorme Wirkung. Der Großteil des Gases ging dabei für die Beckenerwärmung drauf. Doch auch die Entscheidung, in den letzten Öffnungstagen der Saison ausschließlich auf solare Erwärmung zu setzen spielte dabei sicher eine Rolle. Gut war die Einnahmesituation. 74000 Euro wurden in die Kasse gespült. Die Zahl der Besucher lag bei knapp 37000.

Hallenbad einige Male geschlossen

Bleibt noch der Hinweis auf die übliche Unfallbilanz im Freibad. Da gab es ein Unglück. Jemand rutschte von der drei Meter hohen Leiter des Turms und brach sich die Schulter.

Ein Sonderfall bei den Bäderbetrieben bildet das Hallenbad am Schulkomplex Niederheide. Es ist klein und wird überwiegend als Lehrschwimmbecken genutzt und eben auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Entsprechend sind auch die Besucherzahlen: 11500 Besucher wurden in der Hallenbadsaison von September 2021 bis Mai 2022 gezählt. Fast 80 Prozent der Besucher sind dabei Schüler, sowie etliche Mitglieder von DLRG und TuS. Entsprechend mager sind die Einnahmen, die in der vergangenen Hallenbadsaison in die Kasse gespült wurden: 4409 Euro ist den Aufzeichnungen zu entnehmen.

Hoch-Chlorung erforderlich

Etliche Störungen gab es in dem alten Bad. Mehrfach musst eine Hoch-Chlorung erfolgen. Das ist wohl immer dann notwendig, wenn eine erhöhte mikrobielle Belastung im Wasser oder Filter festgestellt wird, kann aber auch nach starkem Badebetrieb notwendig sein. Auch die Garderobentüren in dem Hallenbad mussten repariert werden.

Der erhöhte Reparaturbedarf war in der Vergangenheit auch immer Anlass für Fraktionen wie FWG und FDP über einen Neubau nachzudenken. Klar ist, dass sowohl Freibad, als auch Hallenbad ins Visier der Kommunalpolitik geraten sind. Die Konzepte reichen von Traglufthalle im Freibad bis zum Hallenbadneubau.

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