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Bäckerwagen: Neues Angebot auf dem Wochenmarkt

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Von: Peter von der Beck

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Bernadette Behme steht mit ihrem Verkaufswagen ab sofort auf dem Neuenrader Wochenmarkt.
Bernadette Behme steht mit ihrem Verkaufswagen ab sofort auf dem Neuenrader Wochenmarkt. © von der Beck, Peter

Die Kundin hatte konkrete Vorstellungen und Bernadette Behme kann mit ihrem Angebot im Bäckerwagen liefern. „Dann nehme ich noch das Roggenschrotbrot, das gibt gute Kniften.“

Auch fürs Dinkelbrot interessiert sich die Neuenraderin und nimmt noch sechs Kartoffelbrötchen. Das reicht, sie marschiert zum nächsten Marktstand.

Innerhalb von fünf Minuten kommen fünf weitere Kunden, dann gibt es eine Ruhephase, die nächsten Kunden sind aber schon in Sicht. Kein Zweifel: Der Bäckerwagen von Bernadette Behme ist für den Neuenrader Wochenmarkt wichtig. Standards wie Doppelt Gebackenes oder Graubrot hat Behme im Angebot, aber auch die speziellen Backwaren. Stadtmarketing-Geschäftsführerin Sandra Horny ist deshalb froh, dass mit Behme nun eine Nachfolgerin für Michael Rittmeier, welcher sich aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hat, gefunden ist.

Bäckerei hat zehn Angestellte

Für Behme gab es am Dienstag einen Willkommensblumenstrauß von der Stadt Neuenrade. Behme ist Chefin des Unternehmens, das aus Sundern-Hagen kommt. Die Bäckerei hat zehn Angestellte und beliefert die Kundschaft ausschließlich per Haus-zu-Haus oder Verkaufsmobil. Brot-und Backwaren aller Art liefert die Bäckerei, aber auch „Saisonartikel wie Blechkuchen zur Obstzeit“. Eine Filiale gibt es nicht, dafür beliefert Behme die heimische Genossenschaft, welch in ihrem Heimatdorf einen Lebensmittelmarkt betreibt.

Heutzutage sei es schwierig, einen Lebensmittelladen für 900 Einwohner zu führen, da sei das Genossenschaftsmodell eine gute Möglichkeit, um die Infrastruktur zu erhalten, erläutert Behme. Mit dem Haus-zu-Haus-Verkauf mache die Bäckerei gute Geschäfte, erläuterte die Chefin. Sie habe ihre Touren – zum Beispiel Küntrop, Blintrop, Affeln – an bestimmten Wochentagen. Das funktioniere ausgezeichnet. Verluste durch Corona habe ihr Unternehmen nicht hinnehmen müssen – im Gegenteil. „Wir haben in dem Jahr sehr gut verkauft und viele neue Kunden gewonnen. Das lag am Homeoffice. Viele waren zu Hause und haben sich von uns verwöhnen lassen. Deshalb haben wir auch keine staatlichen Hilfen benötigt.“

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