Besondere Auszeichnung

Landespreis für Neuenrader Bäckerei Kayser

+
Jens Mörschler ist seit August Verkaufsleiter des Neuenrader Unternehmens.

Neuenrade - Die Neuenrader Bäckerei Kayser wurde mit dem Landesehrenpreis für Lebensmittel ausgezeichnet. Verkaufsleiter Jens Mörschler sieht für den Erfolg unterschiedliche Gründe.

Das Unternehmen mit Sitz an der Osemundstraße in Neuenrade betreibt 26 Filialen, hauptsächlich im Märkischen Kreis. Darunter sind jeweils zwei Standorte in Neuenrade und Werdohl. Rund 200 Mitarbeiter backen, verkaufen und verwalten an den unterschiedlichen Standorten und dem Neuenrader Hauptsitz. Dort ist Jens Mörschler seit August als Verkaufsleiter tätig.

„Unser Motto ist ‚Aus der Region für die Region’“, erklärt Mörschler. So beziehe Kayser alle Rohstoffe wie Mehl, Eier oder auch Früchte aus der Umgebung, selbst das in den Filialen angebotene Mineralwasser stammt aus Nordrhein-Westfalen.

50 bis 80 Produkte bietet die Bäckerei an

Mehrere Produkte wurden von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) mit Gold prämiert – was auch Voraussetzung für die Verleihung des Landesehrenpreises für Lebensmittel ist. Rund 50 bis 80 Produkte – saisonal wechselnd – hat Kayser im Programm. Alle Backwaren seien, so Mörschler, aus Natursauerteig hergestellt und kämen ohne Konservierungs- oder sonstige Zusatzstoffe aus.

Die Brötchen würden als Teiglinge von Neuenrade aus in die Filialen geliefert und erst dort gebacken. Tiefkühl- oder halbgebackene Brötchen gebe es bei Kayser nicht. „Ich denke, das hebt uns auch von vielen unserer Mitbewerber ab“, sagt Jens Mörschler.

Unterschiede zu SB-Bäckern und Supermärkten

Damit meint er vor allem die Selbstbedienungs-Bäcker Backwaren-Regale in Supermärkten. „Bei uns wird man noch von Menschen bedient.“ Freundlichkeit und das Wissen über die verkauften Produkte zeichneten die Verkäufer aus. Der Großteil von ihnen sind Frauen, wobei gerade als Aushilfen immer mehr Männer ins Unternehmen kommen.

Ein Blick in die Auslage der Filiale im Rewe-Markt an der Küntroper Straße, einer typischen Verkaufsstelle im Eingangsbereich eines Lebensmittelgeschäftes.

Dabei sei es immer schwieriger, an geeignetes Personal zu kommen: Das Berufsimage sei nicht das beste, viele Bewerber seien schlicht nicht geeignet für die Ausbildung. 25 junge Menschen hat das Unternehmen nach eigenen Angaben in den vergangenen sechs Jahren ausgebildet, als Bäckereifachverkäufer oder Bäcker. „Wir würden gerne noch viel mehr ausbilden“, betont Mörschler.

Gerade auch das Personal sei ein wichtiger Faktor, sich in einer schwierigen Branche gegenüber zahlreichen Konkurrenten zu profilieren. Einen großen Teil des Geschäftes nämlich machten Stammkunden aus, die „ihren“ Verkäufer persönlich kennen.

Eine Belohnung für die tägliche Arbeit

„So ein Preis belohnt uns natürlich für unsere tägliche Arbeit“, zeigt sich Mörschler überzeugt. „Das möchten wir auch an unsere Kunden weitergeben.“ Dass die Produkte gekauft werden, zeige schließlich, dass die Bäckerei den richtigen Weg gehe.

Und wo führt der Weg hin? „Wir können noch mehr, aber wir müssen nicht“, sagt Mörschler mit Blick auf eine mögliche Expansion. Offen zeigt sich der 37-Jährige gegenüber Innovationen. Das könnten Veränderungen im Ladenbau sein oder Verbesserungen im Sinne der Ökologie: „Ich denke da etwa an Pappbecher oder die Abschaffung von Plastiktüten“, führt der Verkaufsleiter aus. „Letztlich möchten wir uns an unseren Kunden orientieren.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare