1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Neuenrade

Unfall auf der B229: Straße nach mehreren Stunden wieder frei

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Maximilian Birke

Kommentare

Komplett mit Öl verschmutzt ist die B229 nach dem Alleinunfall eines Fahrers am Dienstagmorgen.
Komplett mit Öl verschmutzt ist die B229 nach dem Alleinunfall eines Fahrers am Dienstagmorgen. © Feuerwehr Neuenrade

Die B229 zwischen Werdohl und Neuenrade war am Dienstagmorgen nach einem Verkehrsunfall gesperrt. Es kam zu erheblichen Wartezeiten für Autofahrer. Die Hintergründe.

Update vom 28. September, 9.05 Uhr: Die Polizei konnte inzwischen ermitteln, wie der Unfallhergang am Dienstagmorgen war und warum die Fahrerin die Kontrolle über ihr Auto verlor. Wie die Polizei mitteilte, befuhr eine 18-jährige Neuenraderin die Straße kurz vor 8 Uhr in Richtung Werdohl als ihr ein Reh vor das Fahrzeug sprang.

Die junge Frau wich dem Tier zwar erfolgreich aus, verlor dann aber die Kontrolle über ihren Kombi. Der kollidierte mit der Felswand linksseitig der Straße – also nicht mit der Leitplanke, wie die Polizei zunächst angenommen hatte. Die Neuenraderin verletzte sich leicht, der Rettungsdienst brachte sie zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

An dem Unfallwagen hingegen ging der Crash alles andere als spurlos vorüber. Das Fahrzeug trug Beschädigungen im Bereich der Front davon; die Stoßstange wurde abgerissen. Die Polizei schätzt den Schaden auf 8000 Euro.

Viel gravierender war jedoch, dass bei der unkontrollierten Fahrt über den Bordstein und das Bankett die Ölwanne des Autos abriss und mehrere Liter Motoröl auf die Straße liefen. Das hatte zur Folge, dass sie Straße für etwa drei Stunden voll gesperrt blieb und ein kilometerlanger Rückstau entstand.

Ein Spezialfahrzeug der Firma Lobbe musste angefordert werden, um das Öl vom Asphalt zu entfernen. Die Feuerwehr hatte es zunächst mit Bindemittel abgestreut. Alarmiert hatte man die Feuerwehr, weil kurz nach dem Unfall aus dem Motorraum Rauch aufstieg.

Ein Fahrzeugbrand entwickelte sich aber glücklicherweise nicht. Es handelte sich wohl lediglich um Betriebsmittel, die aus einer beschädigten Leitung tropften und beim Kontakt mit den heißen Motor-Bauteilen verdampften.

Update vom 27. September, 11.38 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, ist die Bundesstraße vor wenigen Minuten wieder für den Verkehr freigegeben worden. Ein Spezialfahrzeug der Firma Lobbe, ein sogenannter Thermoflächenreiniger, war im Einsatz, um das Öl von der Fahrbahn zu entfernen.

Straßen.NRW stellte anschließend noch Warnschilder am Fahrbahnrand auf, um auf mögliche Reste der Ölspur hinzuweisen. Nun kann der Verkehr wieder fließen.

Update vom 27. September, 10.37 Uhr: Wie die Feuerwehr soeben mitteilt, wird die Sperrung der B229 wohl noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Der Einsatzaufwand sei groß gewesen, weil das gesamte Motoröl des Fahrzeugs auslief. Im Auftrag von Straßen.NRW wird ein Spezialfahrzeug der Firma Lobbe nun zur Unfallstelle kommen, um die Straße professionell zu reinigen.

Erst danach kann die B229 wieder für den Verkehr freigegeben. Man erwartet, dass es noch bis zu einer Stunde dauern könnte.

[Erstmeldung] Neuenrade – Wie die Polizei auf Nachfrage bekannt gibt, besteht die Vollsperrung der wichtigen und viel befahrenen Verbindungsstraße zwischen Neuenrade und Werdohl bereits seit kurz vor 8 Uhr. Ein Fahrzeug ist nach Polizei-Informationen in die Leitplanke gekracht. Die Ursache für den Alleinunfall ist derzeit unklar. Die Fahrerin wurde leicht verletzt.

Gegen 10 Uhr traf der Abschlepper an der Unfallstelle ein. Die Sperrung sollte daher nicht mehr allzu lange dauern, sagt Polizeisprecher Christof Hüls. Sobald die Straße geräumt und von auslaufenden Betriebsstoffen gereinigt ist, kann der Verkehr auf der B229 wieder fließen.

Mit im Einsatz war die Freiwillige Feuerwehr, berichtet Stadtbrandinspektor Karsten Runte. Die Kameraden wurden alarmiert, weil es eine Qualm- oder Dampfentwicklung aus dem Motorraum gab. Um einen Fahrzeugbrand handelte es sich allerdings nicht, sondern vielmehr um einen technischen Defekt. Durch diesen traten Betriebsmittel aus und kamen dann vermutlich in Kontakt mit heißen Bauteilen des Motors.

Die Feuerwehr stellte den Brandschutz am Fahrzeug sicher und streute auslaufende Betriebsmittel ab. Die Reinigung der Straße übernehme der Landesbetrieb Straßen.NRW, so Runte.

Wir berichten weiter.

Auch interessant

Kommentare