Azubis sind auch im Drahtwerk Elisental begehrt wie nie

+
Torsten Langer, Christof Bergmann und die beiden Auszubildenden Christopher Grevener und Lisa Dunker machen auf den Tag der Ausbildung im Drahtwerk Elisental aufmerksam.

Neuenrade - Beim Drahtwerk Elisental engagieren sich die Verantwortlichen kräftig bei der Suche nach Auszubildenden. So veranstaltet das Unternehmen am Samstag, 6. Oktober, in der Zeit von 12 bis 17 Uhr, einen Tag der Ausbildung auf dem Betriebsgelände.

Organisiert haben diese kleine Jobbörse sogar die aktuellen Auszubildenden (14 Azubis arbeiten bei Elisental) und konnten dabei gleich Teamwork und vieles in Sachen Planung lernen, ließ Prokurist Christof Bergmann bei der Vorstellung des Projektes durchblicken. 

„Deine Zukunft! Unser Job... Sei auf Draht und komm in unser Team“: So werben auf dem Flyer gut gelaunte junge Leute des Drahtwerkes neue Kollegen an. Elisental sucht Fachkräfte für Metalltechnik in der Fachrichtung Umform- und Drahttechnik (Drahtzieher), Industriemechaniker der Fachrichtung Betriebstechnik, Werkstoffprüfer, Fachlagerist, Elektroniker für Betriebstechnik und Industriekaufleute. 

Praxisbeispiele und Informationen 

Eingeladen sind junge Leute, die auf der Suche nach einer Ausbildung sind. Im Drahtwerk könnten sie fündig werden und dort auch gleich an Praxisbeispielen sehen, wie der Job aussehen könnte. Die aktuellen Azubis stehen dazu Rede und Antwort. Gerne können die Interessierten auch Angehörige oder Freunde mitbringen. „In unserem Familienbetrieb könnt ihr einen praxisnahen Einblick in unsere Ausbildungsberufe erleben“, heißt es in dem Flyer weiter. 

Lisa Dunker und Christopher Grevener, präsentierten jetzt im Beisein von Prokurist Christof Bergmann und Torsten Langer aus der Personalabteilung und für die Ausbildung im gewerblichen und technischen Bereich zuständig, den Tag der Ausbildung. Demnach werden die Besucher zunächst empfangen, ein Lotse führt die Besucher weiter. Die Azubis sind dann an ihren Arbeitsplätzen und erklären, was sie zu tun haben und es gibt zwei Präsentationen, bei der die Drahtwerke Elisental vorgestellt werden. Auch bestehe die Möglichkeit, schon kleine Beratungsgespräche zu führen und auch eine Bewerbung kann gleich abgegeben werden. 

Für die Mitarbeiter wird viel getan

Wer denn nun Auszubildender bei den Drahtwerken wird, kommt in eine modernes Unternehmen, in dem viel für die Mitarbeiter getan wird. Zumindest gibt es regelmäßig den Gesundheitstag, ein hauseigenes Fitnessstudio und das Betriebsklima scheint gut zu sein. „Und grundsätzlich wollen wir alle Azubis übernehmen“, sagte Langer. 

Dazu gab es auch Lob von den beiden Azubis, die von kostenlosem Wasser und Obst berichteten und der Bezahlung des Fitnessstudios. Auch von Zeugnisprämien, Bezahlung der Schulbücher, Übernahme der Fahrtkosten, internem Werksunterricht und der Möglichkeit eines Auslandspraktikums (die Drahtwerke haben ein Joint Venture mit einem spanischen Unternehmen), berichtete Christof Bergmann. Auch ein duales Studiums sei durchaus möglich, ergänzte er. 

Die beiden Azubis jedenfalls fühlen sich bei den Drahtwerken gut aufgehoben und auf jeden Fall gut begleitet, planen aber durchaus sich später weiter zu entwickeln. Gute Bedingungen für Azubis in diesen Tagen – sie werden zu begehrten Mitarbeitern. In der Tat: „Sie müssen sich schon was einfallen lassen, um überhaupt Bewerbungen zu bekommen. Und um gute Leute zu bekommen, müssen sie sich bemühen“, sagt Prokurist Bergmann. Keine Ausbildungsmesse dürfe ausgelassen werden, überall müsse man werben. Torsten Langer berichtete, dass Arbeitgeber mögliche Azubis sogar mit i-Phones locken. 

Auch fertige Fachkräfte werden gesucht 

Auch bei fertigen Fachkräften bemühe man sich intensiv. Besonders begehrt seien Drahtzieher, doch der Markt sei leer gefegt, die müsse man direkt abwerben. Zudem arbeitet das Unternehmen mit gestaffelten Empfehlungsprämien im vierstelligen Bereich, hieß es von Bergmann und Langer. Und die Konkurrenz schläft nicht, viele Firmen buhlen um die jungen Leute. Firma Julius Klinke wirbt im Stadtgebiet offensiv mit Plakaten. Andere (darunter auch Elisental) kooperieren mit Schulen und laden regelmäßig Schüler ein. 

Es gab allerdings auch schon andere Zeiten: Da gründeten Städte in den 80er-Jahren sogar Übungsfirmen, um arbeitslosen jungen Leuten wenigstens eine Ausbildung zu verschaffen, hunderte von Bewerbungen gab es damals auf eine Industriekaufmannstelle, doch Verwaltungsjobs waren rar gesät. Facharbeiter, die kamen allerdings immer unter.

Von Peter von der Beck

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare