Ein neuer Jugendraum im Küntroper Feuerwehrhaus

Jahrelang stand das alter Feuerwehrgerätehaus in Küntrop leer. Im Dezember vergangenen Jahres kaufte Axel Vedder die Immobilie und will sie im Frühjahr komplett kernsanieren.

KÜNTROP -  Das alte Feuerwehrgerätehaus in Küntrop soll wieder auf Vordermann gebracht werden. Im Dezember ging das marode Gebäude aus den Händen der Stadt in die von Axel Vedder über – im Frühjahr soll mit der Sanierung begonnen werden.

Von Laila Weiland

Fast ein Jahr war das Haus aus den 50er Jahren unbenutzt. Eine Zeit lang bot sie einer Autoreparaturwerkstatt Platz, stand bereits 2012 kurz vor dem Verkauf – 90 000 Euro standen damals als Verhandlungsbasis im Raum. Im Dezember vergangenen Jahres fand sich mit Axel Vedder schließlich ein passender Käufer: „Die Stadt ist uns bezüglich des Kaufpreises sehr entgegen gekommen“, betonte Vedder. „Wir haben uns auf einen Preis geeinigt, der für beide Seiten machbar und schmerzfrei ist.“

Auf einem 446 Quadratmeter großen Grundstück steht das Haus mit zwei Werkstattgaragen. Im Dach- und Obergeschoss befindet sich jeweils eine Wohnung. „Die eine misst 50, die andere 70 Quadratmeter“, erklärt Vedder. „Sie werden komplett neu gemacht und sollen dann vermietet werden.“ Das Untergeschoss verfügt zusätzlich über einen separaten Außenzugang und bietet Platz für einen 30 bis 40 Quadratmeter großen Gruppenraum. Diesen stellt Vedder nach dem Umbau der Kirchengemeinde zur Verfügung: „Die Jugendgruppe wird diesen Raum nutzen“, so der neue Hausbesitzer. „Wir werden ihn vernünftig einrichten und planen, auch eine Küche anzubauen.“

Kurz vor Weihnachten haben Axel Vedder und seine Frau die „Ruine“, wie er es nennt, gekauft, der Notarvertrag ist unterschrieben, in den kommenden Wochen wird die Immobilie auf ihn überschrieben. „Das Gebäude war ein Schandfleck und ich in erster Linie an der Nutzfläche interessiert“, erklärt er seine Kaufabsichten. Die beiden Garagen, die ebenfalls zum Grundstück gehören möchte er selbst nutzen.

Der Winter wird nun mit Planen verbracht, im Frühjahrs soll die Sanierung des 60 Jahre alten Gebäudes beginnen. Es gibt viel zu tun: Ein neues Dach muss her, das Haus muss neu isoliert werden, die einfach-verglasten Fenster müssen raus, eine neue Heizungsanlage und neue Elektrik sind ebenfalls nötig. „Es wurde jahrelang nichts gemacht“, erklärt Vedder. „Deswegen gibt es nun einen riesigen Reparaturstau – den einzigen Vorteil den das Haus hat: Es ist dicht.“

Wenn denn alles nach Plan läuft sollen die Arbeiten Ende des Jahres abgeschlossen sein.

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