950 Jahre Ersterwähnung des Dorfes Küntrop

Außergewöhnliches Konzert mit historischer Note

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Sowohl als Solistin / Solist als auch als Duo überzeugten die beiden Künstler Patricia Vivanco und Hennig Schewe das Publikum in der Küntroper Kirche.

Küntrop - 950 Jahre Ersterwähnung des Dorfes Küntrop – Grund genug, um das Jubiläum mit Veranstaltungen würdig zu feiern. Am Sonntagabend erinnerten die Küntroper auf Einladung des Fördervereins Küntrop und der Kath. Kirchengemeinde St. Georg Küntrop mit einem Kirchenkonzert und einem lebhaften Redebeitrag an ihre Ursprünge. 

Es war ein außergewöhnliches Konzert, das in der rappelvollen Katholischen Kirche St. Georg Küntrop mit Gesangs- und Orgelmusik geboten wurde. 

Der geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Felix Loch, begrüßte zur Auftaktveranstaltung als Ehrengäste Pastor Michael Hammerschmidt (1987 bis 1999 in Küntrop tätig), Pastor Willi Grote, Gemeindereferentin Elke Luig, Landtagsmitlgied Marco Voge, Bürgermeister Wiesemann mit Ehefrau und Bürgermeisterstellvertreterin Brigitte Reink-Stork mit Ehemann.

Garant für den auf gutem Niveau basierenden musikalischen Teil waren Hennig Schewe (Tenor / Solist aus Plettenberg), Patricia Vivanco (Sopran / Solistin aus Iserlohn), Gerd Arens (Orgel) sowie die Pianisten Julian Kampmann und Bastian Schewe. 

Es war nicht nur die Musik, die von der Kirchenmusik über Klassik bis zum Musical oder Ballade reichte und die Zuhörer fesselte. Es war aber auch der handfeste Redebeitrag von Martin Stracke, der als Ur-Küntroper in der historischen Vergangenheit kramte und für seine Worte zustimmendes Kopfnicken erntete. 

Martin Stracke redete aus eigener Erfahrung: In der St. Georgs-Kirche wurde er getauft, feierte die Erstkommunion und war einer jener jungen Küntroper, die nach dem Zusammenschluss mit Neuenrade (1968) in der Burgschule das kleine Einmaleins erlernten. Rückblickend wertete er den Zusammenschluss als „bedeutenden Schritt für uns Küntroper“. 

Das Publikum wusste die musikalischen Aufführungen zu schätzen und zollte reichlich Beifall.

Gottfried IV. und Engelbert III. wurden in seinem Beitrag fast wieder lebendig, die Burg Gevern wurde optisch als Festung ebenso sichtbar, wie die damaligen Bistumsgrenzen, auf bedeutende Höfe erfolgte der Hinweis ebenso wie die Bedeutung der Kirche für die Menschen.

Der musikalische Auftakt mit Gerd Arens an der Orgel passte thematisch. Der von ihm intonierte Bolero von Louis Lefébure-Wély war einst beim Bürgertum genauso beliebt wie die reformierte Kirchenmusik. Organist Gerd Arens ging mit sehr viel Feeling und technischer Perfektion zur Sache. Das Programm war von einer bemerkenswerten Vielfältigkeit geprägt. 

Musikalisch bewiesen Patricia Vivanco und Henning Schewe ihr Können, als Duett überzeugten sie sowohl mit stimmlicher Qualität als auch mit Gestik und Mimik die Besucher. Es ist das musikalische Verständnis, mit dem sie emotional überzeugen, gefühlvolle Intonation ist bei ihnen selbstverständlich. Als Duett agieren beide sehr sicher, das „All I ask of you“ aus dem Phantom dem Oper überzeugt ebenso wie das „Vivere“ von Bocelli und Pausini.

Spätestens mit Schuberts bekanntem „Ave Maria“ erreichen beide die Herzen ihres Publikums. Das gemeinsame und a cappella mit den Zuhörern vorgetragene „Guten Abend, gute Nacht“ schaffte Gemeinsamkeiten und war ein würdiger Programmschluss. Am Klavier begleiteten abwechselnd Julian Kampmann oder Bastian Schewe das Duo. 

Beide überzeugten mit einem fehlerfreien und technisch sauberen Beitrag. Verständlich, dass die Konzertbesucher nach anderthalb Stunden stehenden Beifall zollten, mit zufriedenem Gesicht das Gotteshaus verließen und freiwillig einen Obolus zur Kostendeckung beisteuerten.

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