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Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb: Drahtwerke Elisental erhalten Gütesiegel

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Von: Peter von der Beck

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Torsten Langer, Ansprechpartner für die Auszubildenden, Azubi Gianluca Wolf und Prokurist Christof Bergmann – hier neben einem Drahtcoil in der Produktionshalle – präsentieren das Zertifikat.
Torsten Langer, Ansprechpartner für die Auszubildenden, Azubi Gianluca Wolf und Prokurist Christof Bergmann – hier neben einem Drahtcoil in der Produktionshalle – präsentieren das Zertifikat. © von der Beck, Peter

Seit 2013 lassen sich die Drahtwerke Elisental als Ausbildungsbetrieb zertifizieren. Das Ergebnis ist erfreulich: Etliche Male erhielt das Unternehmen von der Ertragswerkstatt in Werdohl das Gütesiegel. Das Besondere: Auszubildende bewerten dabei auch das Unternehmen.

„Azubi-geprüft“ steht daher auch auf der Urkunde. Klar, dass auch das Unternehmen eine Selbsteinschätzung abgibt, doch die Bewertung der Azubis fließt eben auch ein. Das Resultat basiert auf den Ergebnissen einer anonymen Befragung aller Azubis, die aktuell im Unternehmen ausgebildet werden und auf der Auswertung der Ausbildungskennzahlen. Zum Zeitpunkt der Umfrage hatte das Drahtwerk acht Azubis. 75 Punkte gilt es zu erreichen, 77,5 erzielten die Drahtwerke als Ergebnis.

Bei den Drahtwerken hat man umgekehrt auch Ansprüche an die Auszubildenden. „Wir legen viel Wert auf Eigenständigkeit, Eigenverantwortung und Teamfähigkeit“, sagte Christof Bergmann, Prokurist und Personalchef bei den Drahtwerken. Und so bekommen die jungen Leute schon früh Aufgaben, welche dem Betrieb auch nützen. So mussten die Azubis beispielsweise unter Einbeziehung aller Betroffenen und der diversen Ablauf-Prozesse einen zentralen Platz für die Ausgabe von Richtrollen bestimmen. Auch galt es schon mal, das Modell einer Drahtzuganlage zu bauen. Gemäß den Umfragen wissen das die Auszubildenden auch zu schätzen. Kritik gab es allerdings auch, wie Bergmann erläuterte. So haben die Auszubildenden Defizite bei der Kommunikation ausgemacht: Es werde zu wenig geredet. Das nimmt man sich zu Herzen und reagiert auf die Kritik. Torsten Langer ist nun direkter Ansprechpartner für die Auszubildenden und soll dafür sorgen, dass die Sache mit der Kommunikation besser läuft.

Persönliche Nachhilfestunden

Um die jungen Leute kümmert man sich in dem Familienunternehmen auch, wenn es nicht läuft. Langer berichtet, dass er auch schon persönlich Nachhilfe gegeben habe, um einen Auszubildenden durch die Prüfung zu bringen.

Zu den Standards gehört bei den Drahtwerken der Werksunterricht alle 14 Tage. Für die jungen Leute wird während der Ausbildung schon in die betriebliche Altersversorgung eingezahlt, Arbeitskleidung wird kostenlos gereinigt. Auch ein Auslandspraktikum in Spanien ist drin. Zudem verweist man auf lange Betriebszugehörigkeiten, die familiäre Atmosphäre im Unternehmen.

Wer sich für eine Ausbildung dort interessiert, ist willkommen sich zu informieren. Denn die Drahtwerke suchen Azubis und veranstalten am 13. August von 12 bis 17 Uhr einen Tag der Ausbildung. Interessenten sind willkommen, eine Anmeldung ist nicht nötig.

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