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Ausbau der Burgschule: Streit um Bäume nun auch im Stadtrat

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Von: Markus Wilczek

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Die Burgschule beherbergt die OGS.
Die Burgschule beherbergt die OGS. © Peter von der Beck

Der Streit um die geplanten Baumfällungen im Rahmen der Erweiterung der Burggrundschule geht weiter.

Neuenrade – Nach Kritik von Anwohnern und der Gruppierung der Baumfreunde Neuenrade an der Planung, die vorsieht einige alte Bäume zu fällen, um Platz zu schaffen für den Ausbau der Schule, muss sich nun der Rat in seiner Sitzung am Mittwoch, 26. Januar, erneut mit dem Thema beschäftigen. Denn die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellt die erst jüngst vorgelegte Planung infrage und macht einen Alternativvorschlag.

Besprochen werden soll der Tagesordnungspunkt „nachhaltig, integriert und mit breiter Bürgerbeteiligung“, heißt es. Die Grünen schlagen vor, bei Umbau und Erweiterung der Schule auf eine nachhaltige Gestaltung von Gebäuden und Außenflächen nach den Richtlinien der „Architects for future“ zu setzen. Die Gruppierung unterstützt die Ziele der „Fridays for Future“-Bewegung und setzt sich für einen nachhaltigen Wandel in der Baubranche ein.

Angewandt auf das Bauprojekt Burgschule bedeutet dies für die Grünen: „Erhalt des alten Baumbestandes an der Poststraße, Gebäudeerhalt vor Abriss, Dachbegrünungen, Photovoltaik, eine Regenwassernutzung, -versickerung und -speicherung, Synergien von Infektions- und Klimaschutz.“

Um auch unter diesen Vorgaben ausreichend Platz für den Ausbau zu haben, schlagen die Grünen vor, eine bereits versiegelte Fläche auf dem Gelände der Burgschule beziehungsweise eine angrenzende versiegelte städtische Fläche zu nutzen.

„Falls diese Möglichkeit nicht gegeben ist, sollen ein oder zwei Züge der Burggrundschule als Dependance in einem Bereich Neuenrades errichtet werden, in dem in den nächsten Jahren voraussichtlich viele Grundschüler wohnen“, bringt die Fraktion als weitere Option die Schaffung eines weiteren Schulstandortes ins Gespräch, ohne allerdings Flächen zu nennen.

Zudem fordern die Grünen, dass bei der Planung der Außenflächen der Burgschule Mitarbeiter, Schüler und Anwohner frühzeitig beteiligt werden sollen. Die Gruppierung der Baumfreunde, Mitglied ist hier unter anderem Grünen-Fraktionschefin Christiane Vollmer, hatten zuletzt kritisiert, dass die Öffentlichkeit über die Planungen in Sachen Schulumbau- und -erweiterung schlecht informiert werde.

Die Verwaltung stellte daraufhin den Planungsstand Anfang Dezember in der Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport, Jugend und Soziales erstmals öffentlich vor. Diese Planung sieht vor, zwei alten Linden und Buchen auf dem Grundstück der alten Villa an der Poststraße abzuholzen.

Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) hatte in der Sitzung klar formuliert, worauf seiner Meinung nach der Fokus bei diesem Projekt liegen sollte: „Priorität haben unsere Kinder. Wir müssen hier das Optimale herausholen. Wir machen das nicht für zwei oder drei Jahre, sondern für 30 oder 40 Jahre.“ Der Ausbau wird erforderlich wegen der wieder steigenden Schülerzahlen und des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ab 2026.

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