Auge in Auge mit dem Olympioniken Ole Bischof

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Der Olympia-Sieger und Europameister Ole Bischof zeigte den Teilnehmern unterschiedliche Techniken. ▪

NEUENRADE ▪ Wie oft bekommen heimische Sportler die Möglichkeit, sich von einem Olympia-Sieger etwas abzuschauen? Am Samstag ergriffen etliche Judoka, auch aus der weiteren Umgebung, die Chance, von Ole Bischof zu lernen.

Bischof nahm unter anderem an den olympischen Spielen 2008 in Peking teil und gewann dort die Goldmedaille. 2005 hatte der Kampfsportler, der erst relativ spät in den Hochleistungssport eingetreten war, bei den Europameisterschaften in Rotterdam ebenfalls ganz oben auf dem Siegertreppchen gestanden.

In der Neuenrader Jahn-Turnhalle stellte der aus Reutlingen stammende Judoka neben seiner symphatischen Art auch sein Können unter Beweis. Die Judo-Abteilung des TuS Neuenrade hatte anlässlich eines Event-Tages einen Lehrgang mit dem Olympioniken ausgeschrieben. Selbst aus Dortmund reisten die interessierten Sportler an, um die Feinheiten des Sports von einem erfolgreichen Wettkampfsportler zu erlernen.

Zwischen den drei Trainingsphasen gab es genügend Zeit, Fragen zu stellen, den Besitzer eines Silbernen Lorbeerblatt der Bundesrepublik näher kennenzulernen. Die erste Frage betraf seinen Auftritt bei der Fernsehshow Schlag den Raab, wo Bischof gegen den Entertainer um eine Million Euro kämpfte, aber unterlag. Bischof nahm die Niederlage mit Humor. Mit zehn oder elf Jahren habe Bischof den gelben Gurt besessen und den Sport erst mit 15 oder 16 Jahren mit täglichem Training betrieben, lautete die Antwort des Studenten der Volkswirtschaft auf die Frage nach seinem sportlichen Werdegang. Auch Späteinsteiger hätten im Judo-Sport die Möglichkeit, Großes zu erreichen. Das sei von Typ zu Typ ganz unterschiedlich, machte Ole Bischof auch denjenigen Mut, die nicht von Kindesbeinen an im Judoanzug gesteckt haben.

Die Trainingseinheiten waren ebenso informativ wie interessant. Bischof machte die unterschiedlichsten Techniken vor, ehe die rund 40-köpfige Lehrgangsgruppe die Technik dann in Partnerübungen trainierte. Bischof ging durch die Reihen und legte auch selbst Hand an. Ein ganz besonderer Moment für die Teilnehmer, wenn die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen eine Wurf- oder Falltechnik zusammen mit dem Olympioniken trainieren durften.

Selbstverständlich waren seine Autogramme in den Pausen heiß begehrt. In der Jahn-Turnhalle war kaum ein Kämpfer zu finden, dessen Anzug nicht mit dem Ole Bischof-Schriftzug veredelt war. Unterm Strich fiel das Fazit der Neuenrader Veranstalter absolut positiv aus. Aus sportlicher Sicht ein überaus intensiver Lehrgang, dem Bischof mit seiner Art das i-Tüpfelchen aufsetzte. ▪ maj

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